Mittwoch 22.Juli 2026

Orks, Witcher, Ritter und Folterkammer: Mystika in Germersheim entführt in Fantasiewelten [mit Fotostrecke]

6. Juni 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Beliebte Kultfigur „Geralt von Riva“ aus „Der Witcher“, verkörpert von Ruedi Kamer, dem „Swiss Witcher“.
Foto: Pfalz-Express / Licht – Fotostecke am Textende

Germersheim –  Beim Mystika Festival (4. bis 7. Juni 2026) verwandelte sich das weitläufige Gelände in der Festungsanlage Fronte Beckers und der Uni-Campus in eine Erlebniswelt aus Mittelalter, Fantasy, Steampunk und Endzeit.

Initiatorin Claudia Michaelis hatte sieben Themenwelten mit mehr als 100 Ausstellern, Künstlern und Lagern auf die Beine gestellt, eingebettet in das 750-Jahr-Jubiläum der Stadt.

Orks am Eingang, Sprühnebel inklusive

Wer also den Uni-Campus betreten wollte, musste erst einmal an einer Gruppe grimmiger Orks vorbei. Wem dabei der Schweiß ausbrach, dem half das Badehaus weiter, wahlweise mit einem Bierchen dazu. Wer sich das nicht traute, bekam wenigstens einen erfrischenden Sprühnebel ab.

Foto: Pfalz-Express / Licht

Elfen, Feen, Zauberer, Trolle und Steampunks bevölkerten das Gelände, dazwischen Händler, Handwerker, Ritter und Gewandete aus verschiedenen Epochen.

Der Witcher war auch dabei

Ein besonderer Publikumsmagnet war eine Figur, die von vielen verehrt wird: Geralt von Riva aus der „Witcher“-Welt, bekannt aus dem gleichnamigen Computerspiel und der Netflix-Serie. „Geralt“ war dort zu bestaunen in Person des „Swiss Witcher“/Ruedi Kamer), der dem Protagonisten der Witcher-Filme, Hollywood-Star Henry Cavill, erstaunlich nahe kommt. Kein Wunder, dass der Witcher aus der Schweiz zum beliebten Fotomotiv wurde.

Bogenschießen, Folterkammer und Muskelkraft

Wer nicht nur zuschauen wollte, konnte selbst Hand anlegen: Bogenschießen, Beil- und Hammerwurf für die Sportlichen, die Folterkammer für die ganz Mutigen. Erschrecken garantiert.

Kinder durften sich über ein Karussell freuen, das nicht etwa von einem Motor, sondern von handfester Muskelkraft starker Männer angetrieben wurde. Auf der Uni-Wiese sorgten zahlreiche Gastronomieangebote dafür, dass kein Magen leer blieb.

Licht und Schatten: Preise schrecken ab

Das Festival war gut besucht, richtig voll wurde es bis Samstag jedoch nicht. Die vergleichsweise hohen Eintrittspreise dürften ihren Teil dazu beigetragen haben. Michaelis machte aus der Situation das Beste: Am Samstag erhielten Besucher einen Verzehrgutschein über fünf Euro, am Sonntag sogar über zehn Euro. „Man lernt dazu“, sagte sie dem Pfalz-Express. Beim nächsten Mal werde anders kalkuliert, die Preise sollen günstiger werden. Die Kosten für eine solche Veranstaltung seien hoch.

Wiederkommen erwünscht

Und doch: Was Michaelis und ihr Team hier auf die Beine gestellt haben, ist bemerkenswert. Den Alltag hinter sich lassen, in vergangene oder fantastische Welten eintauchen, das tut der Seele gut. Mystika hat das Potenzial, zu einem festen Termin im Germersheimer Veranstaltungskalender zu werden. Man darf gespannt sein, was das nächste Mal kommt. (cli)

 
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