Montag, 26. Oktober 2020

Neustadter OB Löffler besucht Edeka-Baustelle: Auf IBAG-Gelände wird eifrig gebaut

12. Dezember 2014 | noch keine Kommentare | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Projektleiter Reiner Deubel (li.) erläutert OB Hans Georg Löffler die Pläne.
Foto: stadt-nw

Neustadt. Die Arbeiten auf dem ehemaligen IBAG-Gelände schreiten voran. Um sich ein Bild vor Ort zu machen, hat Oberbürgermeister Hans Georg Löffler die Baustelle zur Errichtung des Edeka-Marktes am 11. Dezember, besucht.

Im Mai 2011 war die Speyerbach Carre GbR eingestiegen. Auf dem ehemaligen Industriegelände sollen neben dem Supermarkt ein Drogeriemarkt sowie Häuser und Wohnungen entstehen. Seit November 2013 laufen Sanierungs- und Räumarbeiten. Dem waren die Aufstellung eines Bebauungsplans sowie der Abschluss eines städtebaulichen Vertrages vorausgegangen.

„Es ist toll, wie schnell sich hier etwas bewegt. Mein Respekt, dass Sie das angepackt haben“, freute sich Löffler. Von den Plänen profitiere der gesamte Stadtteil Branchweiler. Referenzen und Know-how des Projektentwicklers hätten die Stadt überzeugt.

Projektentwickler Reiner Deubel sagte, dass man entgegen der ursprünglichen Absicht, nur Reihenhäuser anzubieten, nun eine deutlich vielseitigere Bebauung präsentieren könne. Einzel- und Doppelhaushälften seien hinzu gekommen.

Geplant sind vier Baufelder, sobald der Bebauungsplan rechtskräftig sei, werde man in den Vertrieb gehen. Es gebe bereits eine Liste mit Interessenten. Bezüglich der IBAG-Halle sei man in „finalen Verhandlungen“. „Der Käufer möchte Wohnlofts einbauen und steht mit der Landesdenkmalpflege in Kontakt“, so Deubel.

Bei dem Termin dabei war zudem Axel Herrle, bei Edeka als Gebietsexpansionleiter tätig. „Ich freue mich, dass wir zurück sind im schönen Neustadt. Ab Sommer 2015 wollen wir auf 1.500 Quadratmetern Verkaufsfläche rund 18.000 Artikel anbieten.“ Partner von Edeka wird ein DM-Markt sein, insgesamt sollen 50 bis 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Ergänzende Infos zum Gelände:

1. Zur Geschichte

Das Roßlaufgelände war jahrzehntelang Industriestandort mit Bahnanschluss im Osten Neustadts;
IMBEG = Betonfertigteile, IBAG = Bau-Maschinenbau

1984 bzw. 1997 (IBAG): Konkurs der beiden Großunternehmen
Das rund sechs Hektar große Gelände lag danach über 15 Jahre brach, Hintergrund: schwierige Weitervermarktung wegen Altlasten, abgewirtschafteter Bausubstanz und fehlender gewerblicher Ausdehnungsmöglichkeiten
2001 förmliche Unterschutzstellung der Maschinenhalle als Kulturdenkmal (Fabrikgebäude der Firma Wayss & Freytag AG, Neustadt an der Haardt), errichtet 1910/11
Ab 2005/06 erarbeitete die Stadt Konzepte für eine Weitervermarktung des Geländes im Kontext des Fördergebiets „Soziale Stadt Neustadt-Branchweiler“
Stadt, Land und Bund finanzierten aus Städtebaufördermitteln u.a. ein Statikgutachten zur Halle sowie ein Bausubstanzgutachten zu den Abfällen und Abbrüchen auf dem IBAG-Gelände
LBBW-Tochtergesellschaften treten der Gebietsvermarktung näher, ein Ankauf scheitert jedoch am Ende

2. Meilensteine seit Einstieg der Speyerbach Carre GbR

Kaufvertrag im Mai 2011
Erste Rodungs- und Aufräumarbeiten im Februar 2012
Aufstellungsbeschluss Bebauungs-Plan am 26. Juni 2012
Satzungsbeschluss Bebauungs-Plan mit Städtebaulichem Vertrag am 2. Juli 2013
Spatenstich Sanierungs- und Beräumungsarbeiten im November 2013

3. Wesentliche Aussageinhalte im Bebauungsplan

Sondergebiet zur Nahversorgung, maximal 1.650 qm Lebensmittel und maximal 600 qm Drogeriewaren
Altlasten werden (endlich) saniert
Gebietszufahrt wird verbreitert, es entsteht eine öffentliche Straße in das Areal hinein, später wird auch der allgemeine Fuß- und Radverkehr nicht mehr auf die Roßlaufstraße angewiesen sein, sondern kann das Gebiet Richtung Haltestelle Böbig queren
Artenschutz wird Rechnung getragen durch Verlagerung von Mauereidechsen in einen Haardter Steinbruch und Errichtung von Fledermauskästen am Speyerbach

4. Weitergehende Ziele der Stadtentwicklung

Abräumen der Brache soll Impuls für die Entwicklung eines lebendigen Wohn- und Mischgebietes mit direktem S-Bahn-Anschluss sein.
Hiervon profitiert auch der Stadtteil; es wird eine Umfeldaufwertung im Gesamten erwartet
Auch die Gebietsversorgung mit Lebensmitteln und Drogeriewaren wird sich qualitativ und quantitativ deutlich verbessern; dies in städtebaulich integrierter Lage, keine „Grüne Wiese“. (stadt-nw)

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