
Symbolbild: dts Nachrichtenagentur
Kreis Germersheim – Landrat Dr. Fritz Brechtel engagiert sich weiter für ein verbessertes Angebot auf der Schiene.
Er hat sich deshalb in einem Brief an Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und an Verkehrsminister Dr. Volker Wissing (FDP) gewandt und um Prüfung gebeten, ob die erhöhten Regionalisierungsmittel des Bundes für Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr dazu eingesetzt werden können, um einige der während der Rheinbrückensanierung bewährten Zusatzangebote wie beispielsweise den Jokerzug dauerhaft zu finanzieren.
„Mit einem umfangreichen Entlastungspaket auf der Schiene reagierte das Land Rheinland-Pfalz in enger Abstimmung mit dem ZSPNV Süd auf die Baumaßnahmen an der Wörther Rheinbrücke. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken“, so Brechtel in seinem Brief.
In enger Abstimmung mit DB Regio Mitte und der AVG wurden zusätzliche Zugangebote und Kapazitäten in einem Gesamtumfang von etwa 2500 Sitzplätzen je Werktag geschaffen. „Erklärtes Ziel war es, zur Verbesserung der Mobilität der Bürger und Bürgerinnen auf der Schiene, die sich bewährten Verstärkungen auch nach der Rheinbrückensanierung beizubehalten“, so Brechtel.
Die jährlichen Kosten für die Entlastungsmaßnahmen während der Rheinbrückensanierung liegen für den ZSPNV bei ca. 730.000 Euro. Ein Teil des Entlastungspakets soll auch nach der Rheinbrückensanierung zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 weiter geführt werden. Diese Kosten liegen bei etwa 465.000 Euro.
Etwa 70 Prozent der Zusatzleistungen würden weitergeführt, was gegenüber dem vorherigen Zustand bereits eine deutliche Verbesserung sei, so Brechtel. Leider sei es aufgrund der begrenzten Finanzmittel bislang nicht möglich, alle von den Fahrgästen gut angenommenen Zusatzleistungen nach der Sanierungsphase weiter zu betreiben, wie z.B. den sogenannten „Jokerzug“, die durchgängige Zugverbindung zwischen Mannheim und Karlsruhe.
Daher freue er sich der Presse zu entnehmen, dass die Regionalisierungsmittel im Zusammenhang mit dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung erhöht werden sollen: „Die Bundesregierung hat beschlossen, die Regionalisierungsmittel für Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr aufzustocken. Sie gehen mit mir sicher einig, dass es unsere Aufgabe ist, diese Mittel als Chance für den Klimaschutz zu nutzen, um mit weiteren Angeboten noch mehr Fahrgäste zu gewinnen. Mit dem bisher Erreichten können wir uns nicht zufrieden geben“, appelliert Brechtel in seinem Brief.
Die zusätzlichen Kapazitäten bei der Rheinbrückensanierung würden von den Pendlern sehr gut angenommen. Brechtel bittet deshalb die Landesregierung zu prüfen, ob die erhöhten Regionalisierungsmittel zur Finanzierung weiterer der bewährten Zusatzangebote wie beispielsweise den Jokerzug eingesetzt werden können.
„Auch die Elektrifizierung und der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Neustadt – Landau – Wörth oder die Reaktivierung der Bahnstrecken Germersheim – Landau sind wichtige Themen zur Verbesserung des Schienenverkehrs in der Südpfalz, für die es einen großen politischen Konsens gibt und für die ich Sie angesichts der in vermehrten Ausmaß zur Verfügung stehenden Mittel um Unterstützung bitte“, so der Landrat in seinem Schreiben. (kv/red)

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