Donnerstag, 13. Mai 2021

Landrat Brechtel: Park & Ride statt Rheinbrückenstau

18. Mai 2018 | Kategorie: Kreis Germersheim

Stand Mai 2018
(c)(ZSPNV Süd

Wörth/Kreis Germersheim – Das Entlastungspaket auf der Schiene währen der Baumaßnahmen an der Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe wird weiter konkretisiert.

Nach der  Erweiterung des Zugangebots auf der Schiene werden derzeit die Möglichkeiten geprüft, kurzfristig zusätzlich Parkplätze im Umfeld der Stadtbahn nach Germersheim einzurichten.

„Wir untersuchen alle Stationen entlang der Strecke Wörth – Germersheim auf die Möglichkeit, schnell und unbürokratisch Flächen für die Anlage vorübergehender Parkplätze zu schaffen. Dabei hoffen wir auf die Mithilfe der Gemeinden, mit denen wir teilweise bereits Gespräche aufgenommen haben“, erklärt Dr. Fritz Brechtel.

Der Germersheimer Landrat und Vorsteher des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV Süd) will das Umsteigen auf die Schiene so einfach wie möglich gestalten. „Wir sorgen für mehr Platz in den Zügen und für Zusatzangebote. Wir zeigen den Pendlern Alternativen zur erschwerten Autofahrt auf und möchten erreichen, dass während aller Bauphasen die Bevölkerung der südliche Pfalz mobil bleibt. Anstatt im Auto auf der Rheinbrücke im Stau zu stehen, wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, um mit der Bahn zur Arbeit zu gelangen.“

Nach Untersuchungen des ZSPNV Süd bieten schon die vorhandenen Park & Ride-Plätze weitere Möglichkeiten, vom Auto in die Bahn umzusteigen. Derzeit freie Parkplätze stehen an den Stationen Germersheim Bhf., Germersheim-Mitte und Süd/Nolte, Sondernheim, Rheinzabern Bhf. (Kerweplatz in ca. 200 Metern Entfernung zum Bahnhof) und an der Stadtbahnhaltestelle Rheinzabern-Alte Römerstraße zur Verfügung.

Mit der für Anfang August erwarteten ersten Bauphase rechnet Landrat Brechtel aber mit einer deutlich stärkeren Nachfrage nach Abstellmöglichkeiten entlang der Stadtbahn und der Strecke nach Landau.

Der Maßnahmenträger der Rheinbrückenarbeiten habe bislang kein Gesamtkonzept vorgelegt, so Brechtel: „Wir kümmern uns im Landkreis Germersheim jetzt selbst um Lösungen, um bei einer sehr starken Auslastung der P+R-Anlagen kurzfristig weitere Stellplätze anbieten zu können.“

Auch Bürgermeister der Gemeinden entlang der Strecke würden sich mit diesen Fragen beschäftigen. Nur gemeinsam könne man kurzfristig weitere Parkmöglichkeiten schaffen, so Brechtel, „als Voraussetzung dafür, dass die Bahn entlang der Südpfälzer Linien während der Bauzeit auf der Rheinbrücke als Weg zur Arbeit genutzt werden kann. Gleichzeitig werden wir mit den zuständigen Behörden in Karlsruhe und Stuttgart weitere Gespräche führen.“

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Ein Kommentar auf "Landrat Brechtel: Park & Ride statt Rheinbrückenstau"

  1. R.F. sagt:

    Die zusätzlichen Züge sind ja ganz nett, bringen aber vermutlich nichts, wenn wie heute die S-Bahn personalbedingt ausfällt.

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