Samstag, 14. Dezember 2019

Landau will großangelegten Ausbau des ÖPNV-Angebots im Stadtgebiet

6. Februar 2019 | 3 Kommentare | Kategorie: Landau, Regional

Mit der Neuausschreibung des Stadtlinienbündels im Jahr 2021 will die Stadt Landau ihr ÖPNV-Angebot deutlich ausweiten.
Foto: über Stadt Landau

Landau – Das ÖPNV-Angebot im Stadtgebiet Landau soll deutlich ausgeweitet werden. Hintergrund ist die anstehende Neuausschreibung des Stadtlinienbündels im Jahr 2021 mit Inbetriebnahme im darauffolgenden Jahr.

Der Neuausschreibung liegt ein von der Stadt Landau und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar in Auftrag gegebenes Gutachten zugrunde, in dem das Kasseler Fachbüro plan:mobil das derzeitige Angebot bewertet und drei unterschiedliche Varianten für die zukünftige Entwicklung präsentiert.

Der Landauer Stadtvorstand spricht sich für Variante 3 aus, die einen umfassenden Ausbau des ÖPNV im Stadtgebiet vorsieht. Der Vorschlag wird nun in die städtischen Gremien eingebracht; die endgültige Entscheidung trifft am 19. Februar der Stadtrat.

Höhere Frequenz in Stadt und in die Stadtdörfer

Das Fachgutachten des Büros plan:mobil kommt zu dem Schluss, dass große Bereiche der Kernstadt und die meisten Stadtdörfer bereits gut an den Busverkehr angeschlossen sind – auch außerhalb der Schulzeiten.

Allerdings sieht das Gutachten auch Verbesserungspotentiale. So empfiehlt es in der Variante 3 unter anderem einen 30-Minuten-Takt für die Busse in der Kernstadt und die Verlängerung einzelner Stadtbuslinien in die Stadtdörfer.

Neu: In Kombination mit den Regionallinien, die dann Stadtverkehrsfunktionen übernehmen, sollen alle Stadtdörfer auf zwei Fahrten pro Stunde und Richtung kommen.

Außerdem ist die Einführung einer Shuttle-Linie zwischen Messegelände, Hauptbahnhof und Innenstadt sowie einer neuen Linie zwischen Malerviertel, Hauptbahnhof und Südstadt vorgesehen. Die Linienführung in der Kernstadt soll durch zwei „Korridore“ zwischen Hauptbahnhof und Innenstadt (Industriestraße und Ostbahnstraße) einheitlicher und transparenter gestaltet werden. Zudem ist die Einrichtung neuer Haltestellen geplant.

Stadtspitze begrüßt Konzept

Oberbürgermeister Thomas Hirsch verweist auf Landaus Funktion als Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums für die Südpfalz. Ziel sei dabei nicht, das Auto als noch immer wichtiges Verkehrsmittel gerade im ländlichen Raum aus der Stadt zu verdrängen. Es brauche aber ein besonderes Augenmerk auf den „fußläufigen Verkehr, den Radverkehr und nicht zuletzt auch den städtischen und regionalen Busverkehr, so der Stadtchef.

„Ein deutlicher Ausbau des ÖPNV ist Grundvoraussetzung dafür, dass der Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel für die Menschen attraktiv wird“, meint auch Bürgermeister und Verkehrsdezernent Dr. Maximilian Ingenthron.

Beigeordneter und Umweltdezernent Rudi Klemm fspricht sich ebenfalls für einen Ausbau des ÖPNV auch mit Blick auf den Klimaschutz der Stadt aus. Als weitere Argumente für einen ÖPNV-Ausbau nennt der Umweltdezernent die Themenbereiche Lärmschutz und Feinstaubbelastung.

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3 Kommentare auf "Landau will großangelegten Ausbau des ÖPNV-Angebots im Stadtgebiet"

  1. Steuerzahler sagt:

    Haben die Landauer tatsächlich schon bemerkt saß aus dem Umland immer weniger in Landau einkaufen? Die wenigen Parkplätze sind teuer, viele Parkplätze am falschen Platz. Schon bei der Ansiedlung von C&A hat man die Tiefgarage verschlafen. Bei der Rathausplatzsanierung ebenso. Stattdessen erhöht man die Parkgebühren und stellt noch mehr Politessen ein. Wir sind auf einem guten Weg, weiter so! Aus den Läden kann man Wohnungen machen.

    • Diego sagt:

      Durch immer weniger und teuerere Parkplätze wirkt man den erhöhten Feinstaub und Stickoxid werten entgegen ;-). Wo kein Auto mehr hinfährt gibts keine Luftbelastung….. nicht nur in Landau, sondern auch in vielen anderen Städten.
      … dann dürfen sich die Geschäfte allerdings nicht beschweren, dass immer mehr online Eingekauft wird.

  2. Steuerzahler sagt:

    Der Feinstaub in Landau dürfte von den Drogen kommen die dort umgeschlagen werden.

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