Freitag, 03. April 2020

Land prüft weiteren Standort zur Erstaufnahme von Asylsuchenden – General-von-Seidel-Kaserne im Gespräch

24. Oktober 2013 | noch keine Kommentare | Kategorie: Politik Rheinland-Pfalz, Rheinland-Pfalz

Der Landrat von Mainz-Bingen, Claus Schick, (li.) und Integrationsministerin Irene Alt (re.) mit einer syrischen Flüchtlingsfamilie.
Foto: mifkjf/rlp

Mainz – Das Land sucht angesichts steigender Asylbewerberzahlen nach einem weiteren Gebäude für die Erstaufnahme von Asylsuchenden und will jetzt prüfen, ob zeitnah eine vorübergehende Unterbringung von Asylbesuchenden in der General-von-Seidel-Kaserne in Trier möglich ist.

Entsprechende Gespräche mit dem Bund, der Eigentümer der Kaserne ist, sollen möglichst zeitnah aufgenommen werden. In der General-von-Seidel-Kaserne könnten bis zu 150 Menschen untergebracht werden

„Damit können wir auch in Zukunft trotz steigender Flüchtlingszahlen die zu uns seiner kommenden Asylsuchenden in unserer Erstaufnahmeeinrichtung menschenwürdig unterbringen. Für die AfA Trier bedeutet diese Perspektive eine erhebliche Entlastung“, erklärt Integrationsministerin Irene Alt.

Die  Kapazitäten der AfA reichen trotz des Aufstellens von Wohncontainern auf dem AfA-Gelände in Trier und trotz der Inbetriebnahme einer AfA-Außenstelle in Ingelheim im Juni 2013 kaum aus.  Daher setzt das Land  am Standort Ingelheim derzeit ungenutzte Gebäude  in Stand, diese Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2014 abgeschlossen sein.

Zur Überbrückung dieser Zeit sollen in Ingelheim  Wohncontainer aufgestellt werden. Die Belegung eines weiteren Standorts – möglicherweise in der General-von-Seidel-Kaserne – soll nur vorübergehend bis zum Abschluss der Bauarbeiten in Ingelheim dauern.

„Ich bin sehr froh, dass wir zusammen mit dem Land zu einer guten Lösung gekommen sind. Sie ermöglicht eine Entspannung hinsichtlich der Unterbringungssituation und erlaubt es gleichzeitig, die hiesige gute Infrastruktur zur Aufnahme von Asylbewerbern auch weiterhin zu nutzen“, zeigt sich Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen zufrieden.

Mit der Vereinbarung werde ein wichtiger Beitrag geleistet, gemeinsam Verantwortung gegenüber den individuellen Schicksalen der Flüchtlinge zu übernehmen.

Für die Erstaufnahme von Asylsuchenden stehen in der AfA Trier derzeit 844 Plätze zur Verfügung, in der AfA-Außenstelle Ingelheim  können bis zu 188 Menschen untergebracht werden. Aus der AfA ziehen Asylbewerber in der Regel nach rund sechs Wochen in eine Kommune um. (red)

 

 

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Zu den Kommentaren

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen

Directory powered by Business Directory Plugin