Samstag, 17. April 2021

Keine Grenze für die Kunst – Kandeler Benjamin Burkhardt und Österreicher Georg Pummer wagen spannendes Experiment

27. Februar 2021 | Kategorie: Allgemein, Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Kultur, Landau

Benjamin Burkard „Hirschgesicht“

Die Kulturbranche steht wegen der Corona-Pandemie steht vor einem riesigen Loch, und kaum ein Konzept lässt sich in der gegenwärtigen Lage durchsetzen. Entgegen dieser Gedankengänge ist der malerische Dialog keineswegs tot, sondern überschreitet sogar solche Grenzen, die als aktuell geschlossen gelten.

Dafür steht jedenfalls ein internationales Projekt zweier junger Künstler, die in einem spannenden Experiment aufeinander treffen. Die Rede ist dabei von dem vielfach ausgezeichneten Künstler Benjamin Burkard aus Kandel (RLP) und dem aufstrebenden, jungen Künstler Georg Pummer aus Österreich. Sie entwickelten zusammen eine Idee, die Grenzschließung zu umgehen, um entgegen aller Umstände einen malerischen Dialog zu beginnen. In der Praxis sieht das so aus, dass ein jeder Künstler ein Bild im Format 150 x 120 Zentimeter in seinem Studio beginnt, und es unfertig in das Studio des jeweils anderen Künstlers postalisch versendet wird. Dort wird das Bild nun von der fremden Hand vollendet.

Auf den „Schluss“ ihres angefangen Bilds sind beide Künstler gespannt, denn sie geben damit bewusst die Kontrolle über ihre eigene Grundidee ab und überlassen die weitere Entwicklung einer vertrauten Person. Der jeweils andere erhält somit die vollständige Freiheit, das Bild nach seinem Gewissen fertig zu stellen.

Mit diesem spannenden Experiment wollen beide Künstler nicht nur ihre Fertigkeiten auf die Probe stellen, sondern auch nach außen hin ein Zeichen setzen: Der künstlerische Dialog stirbt nämlich nicht und überschreitet nach wie vor jede Form von Grenzen. Und daran wird ihn weder ein Virus, noch gesellschaftliche Restriktionen hindern können. Eine wichtige Botschaft, von denen beide denken, dass sie gerade in solchen Zeiten sehr wichtig ist.

Georg Pummer „Portrait“

Benjamin Burkard (*1986) ist Absolvent der Universität Landau und studierte dort Kunst und Biologie. Wegen seiner Malerei wurde der junge Künstler schon während seines Studiums vielfach mit Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Burkards Arbeiten sind bereits Bestandteil einer Vielzahl von privaten und öffentlichen Sammlungen. Aktuell werden einige seiner Arbeiten im Museum modern Art in Hünfeld gezeigt.

Georg Pummer (*1983) ist junger Künstler aus der Nähe Wiens. Seine Arbeit bringt die traditionelle Portraitmalerei ins 21.Jahrhundert, in dem er die sensible Schönheit einer individuellen Person bewusst durch die Imagination des digitalen Glitch effektes irritiert. Die „gebrochene“ Ästhetik Pummers wurde schon weit über die Grenzen Österreichs hinaus gezeigt und  findet bereits Platz in vielen privaten und öffentlichen Sammlungen.

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