
Arbeiten auf der Rheinbrücke.
Foto: Pfalz-Express
Karlsruhe – In einem Brief an Oberbürgermeister Dr. Mentrup und Regierungspräsidentin Nicolette Kressl fordern die Vorstandsmitglieder der CDU-Fraktion Tilman Pfannkuch, Karin Wiedemann und Detlef Hofmann das derzeitige Verkehrschaos in Knielingen zu beenden.
„Erwartungsgemäß wirkt sich die Baustelle auf der Rheinbrücke als eine unerträgliche Belastung für den Stadtteil Knielingen aus. Uns gehen Schilderungen zu, die ein Verkehrschaos beschreiben“, heißt es in dem Brief.
Die Situation sei für die Bewohner Knielingens nicht mehr hinnehmbar, Anwohner sorgten sich um die freie Fahrt von Rettungskräften in Notfällen. Die Fraktionsspitze appelliert an die Empfänger ihrer Schreiben, sich vor Ort persönlich einen Eindruck zu verschaffen. Sie fordert sie dazu auf, kurz- und mittelfristig Maßnahmen zu ergreifen, diese Situation zu beenden.
Pfannkuch, Wiedemann und Hofmann fragen zudem nach Maßnahmen, um möglichst weite Teile des überörtlichen Verkehres umzuleiten. Auch bitten sie darum, die Möglichkeiten aufzuzeigen, die Wohngebiete in Knielingen vor dem täglichen Stauaufkommen zu schützen.
Pfannkuch: „Wir können die Bürgerinnen und Bürger in Knielingen nicht mit den Folgen der Bauarbeiten alleine lassen. Es wäre unverantwortlich, wenn der Oberbürgermeister und das Regierungspräsidium hier nicht endlich eingreifen. Wenn erst ein schlimmer Unfall passiert ist, ist es zu spät!“
Weiter führt Pfannkuch aus: „Es ist sehr schade, dass es die zweite Rheinbrücke noch nicht gibt. Jetzt wird hoffentlich jedem Zweifler deutlich, dass wir sie brauchen.“
Pfannkuchs Informationen zufolge staue sich durch die Bauarbeiten an der Rheinbrücke der Verkehr in Richtung Rhein nicht nur auf der Südtangente, sondern auch auf der Rheinbrückenstraße und auf den Schleichwegen dorthin. Auch die Sudetenstraße sei regelmäßig verstopft. Die Lage drohe zu eskalieren.

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Gesunder Menschenverstand oder das Vermögen, sich Gedanken außerhalb von ideologischen Scheuklappen und Denkschablonen zu machen, gehört nicht zu den Schlüsselqualifikationen eines SPD-Funktionärs.
Da wird sicher als Reaktion zur aktuellen Baustelle kommen: „Jetzt ist sie halt mal da!“.
Eine Einsicht in die Notwendigkeit der zweiten Rheinbrücke wird sich der Herr Mentrup wohl erst von der SPD Parteizentrale absegnen lassen müssen.
Aber diese Parteizentrale könnte sich bald aufgelöst haben oder wieder zurück unter das Dach der „Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands“ wandern, wo man ja schon 40 Jahre mit „gefestigtem Klassenstandpunkt im totalitären Geist“ zugebracht hat.
Ich als Nichtbefürworter der neuen Rheinbrücke an dem geplanten Standort muss zugeben, dass dies eine der Situationen wäre, in der die geplante Brücke tatsächlich für Entlastung sorgen würde.
Sie würde für eine Entlastung von Karlsruhe sorgen. Karlsruhe; die Stadt, die als eine der wenigen Städte dieser Größe den kompletten Fernverkehr zwischen West und Ost auf einer einzigen Straße durch ihr Stadtzentrum leitet und keinerlei Umgehungsmöglichkeit bietet.
Eine zweite Rheinbrücke, wie sie geplant ist, würde zwei Ableitungen von der Südtangente bieten und somit eine schnellere Ableitung des Verkehrs AUS Karlsruhe heraus ermöglichen.
Ein Unfall oder Bauarbeiten auf der Südtangente würde auch mit zwei Brücken in Zukunft Stau auf der pfälzischen Seite verursachen.
Vielleicht wird man in Karlsruhe mittlerweile bemerkt haben, was in der Pfalz zum Ruf nach einer neuen Brücke geführt hat, nämlich der Rückstau vor einem Nadelöhr wie der Südtangente. Und wenn man jetzt versteht, dass eine Nordtangente dringend benötigt wird, um das Konzept mit zwei Autobrücken zum Laufen zu bekommen, würden vielleicht einige Brückengegner wie ich, den Neubau in Verbindung mit einer Nordtangente doch begrüßen.