Donnerstag, 30. Juni 2022

Hausbau in Rheinland-Pfalz – wo ist es am günstigsten?

22. Juli 2020 | Kategorie: Bauen & Sanieren, Ratgeber, Rheinland-Pfalz, Sonstiges

Koblenz am Zusammenfluss von Rhein und Mosel.
Quelle: analogicus_40pixabay.com_-_koblenz-3453860_1280

Rheinland-Pfalz gilt aus vielen Gründen als eine sehr attraktive Gegend zum Leben – eine abwechslungsreiche Natur, guter Wein und ein wachsender Wirtschaftserfolg sind nur einige der Vorzüge des Bundeslandes.

Die unterschiedlichen Städte und Umgebungen bringen verschiedene Wohn- und Freizeitvorteile mit sich. Dementsprechend variieren auch die Grundstückspreise dort.

Wo in Rheinland-Pfalz lässt sich am günstigsten ein Haus bauen?

Auf dem Land und in der Stadt

Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter für Grundstücke in Rheinland – Pfalz liegt momentan bei etwa 88 Euro. Wie aber in den meisten Regionen innerhalb Deutschlands ist das Wohnen in der Stadt meist etwas teurer als auf dem Land.

Vor allem in sehr bekannten und aktiven Städten wie beispielsweise Mainz und Trier fallen die Preise pro Quadratmeter nur selten unter 250 Euro. Kaiserslautern gilt mit 230 Euro/m² als eine der günstigsten Städte.

Trier liegt bereits bei etwa 350 Euro/m², dicht gefolgt von Koblenz. In Mainz direkt muss sogar mit einem Quadratmeterpreis von 550 bis 600 Euro gerechnet werden.
Universitätsstandpunkte wie Speyer gehören aufgrund ihrer Beliebtheit ebenfalls zu den eher als teuer geltenden Städten und liegen meist bei fast 500 Euro/m².

Wem dies zu viel ist, sein Haus aber dennoch stadtnah bauen möchte, findet in den Vororten der einzelnen Städte oft deutlich niedrigere Preise.

In eher ländlichen Gegenden und Kleinstädten liegt der Grundstückspreis bei ungefähr 85 Euro/m² für Grundstücke von 400 bis 700 Quadratmetern, etwa 60 Euro/m² für 700 bis 900 m² und nur knapp über 50 Euro/m² für Grundstücke größer als das.

Ist das gewählte Grundstück kleiner als 400 m² liegt der Durchschnittspreis bei etwas weniger als 180 Euro/m². Umso ländlicher, umso günstiger wird es meist auch.

Dabei ist allerdings zu beachten, dass der Anschluss zu Bus und Bahn auf dem Land oft unzureichend ist. Nur selten und unregelmäßig fahrende öffentliche Verkehrsmittel können es schwierig machen, zur Arbeit, Schule und anderen Terminen zu gelangen, wenn man keinen Zugang zu einem Auto hat.

Was beeinflusst die Preise?

Neben dem Unterschied zwischen Groß- und Kleinstadt, Vorort und Land, Wirtschafts- und Universitätsmetropole, wird der Grundstückspreis pro Quadratmeter auch von touristischen Einflüssen und dem, was die Umgebung bietet, geleitet.

Ländliche Gegenden, die im Regelfall zwar meist vergleichsweise günstig sind, können unter bestimmten Bedingungen beinahe schon städtische Preise aufweisen.
Beliebte Kurorte, Orte mit besonders reicher und fruchtbarer Natur oder Orte mit außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten steigen im Bodenwert stark an.
Dazu gehören beispielsweise die Eifel, der Westerwald und das Hunsrück – Gebirge.

Ebenfalls teurer sind die Gebiete, die eine hohe Zuzugsrate haben. Das fällt besonders in den Orten auf, die an Deutschlands Nachbarländer grenzen und somit sowohl im Tourismus als auch in länderübergreifender Wirtschaft und dem Arbeitsangebot stark sind.

Im Vergleich zum Rest Deutschlands ist Rheinland – Pfalz eines der Bundesländer mit dem niedrigsten Bodenwert. Hält man sich an eher ländliche und lokal gestützte Ortschaften, profitiert man von günstigen Preisen und bewundernswerter Natur zugleich!

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