
Flagge von Saudi-Arabien.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Grüne und FDP haben mit scharfer Kritik darauf reagiert, dass die Bundesregierung die Polizei-Kooperation mit Saudi-Arabien wiederaufnehmen will.
„Mit einem Unrechtsstaat wie Saudi-Arabien ausgerechnet im Sicherheitsbereich zu kooperieren, wirft ein schlechtes Licht auf die deutsche Bundesregierung und die Politik der GroKo“, sagte Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz dem „Handelsblatt“.
Man exportiere keine Rechtsstaatlichkeit, sondern stärke ein repressives Regime, welches Kritiker foltere und ermorde.
Der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle sagte, dass für internationale Polizei-Kooperationen ein „Mindestmaß an politischer Übereinstimmung“ gegeben sein müsse. „Im Fall Saudi-Arabiens darf bezweifelt werden, dass sich die Situation seit der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi tatsächlich verändert hat“, sagte Kuhle. Das Bundesinnenministerium habe offenbar warten wollen, bis genug Zeit ins Land gegangen sei.
„Aussitzen ist bei derart schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen jedoch der falsche Weg“, kritisierte Kuhle. (dts Nachrichtenagentur)

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Nur zu Erinnerung:
„Der geheim tagende Bundessicherheitsrat hat mehrere Genehmigungen für den Export deutscher Rüstungsgüter erteilt. Unter den Empfängern sind mit Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten auch die zwei Staaten, für die die Große Koalition gerade ihren Lieferstopp verlängert hat. Über die Genehmigungen hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) den Wirtschaftsausschuss des Bundestags informiert. Das Schreiben liegt dem ZDF vor.“ Quelle: ZDF, 11.04.2019
Kann der Einschätzung von den Grünen und der FDP nur zustimmen. Deutschland sollte auf kritische Distanz zu einem solchen Regime gehen.