Lachen-Speyerdorf . Am 7. Oktober, morgens gegen 8 Uhr, durchsuchten Beamte der Kriminalinspektion Neustadt die Wohnung eines 34-Jährigen. Die Polizei hatte einen Durchsuchungsbefehl. Der Mann steht im Verdacht Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz begangen zu haben.
Als die Beamten die Wohnung betraten, fanden sie in einem abgetrennten Bereich des Wohnzimmers und in einem Nebenraum mehrere chemische Substanzen, darunter auch eine Substanz, die als gefährlich eingestuft wurde. Der Wohnungsinhaber gab zu, dass es sich dabei um einen Sprengstoff handele.
Das Mehrfamilienhaus (20 Bewohner) sowie zwei angrenzende Anwesen (48 Personen) wurden evakuiert. Die Räumung und Unterbringung der Personen in einer nahegelegenen Turnhalle wurde durch den Vollzugsdienst der Stadtverwaltung Neustadt, in Zusammenarbeit mit der freiwilligen Feuerwehr Neustadt organisiert und durchgeführt. Sanitäter des DRK waren ebenfalls vor Ort in Bereitschaft.
Durch die Entschärfer des Landeskriminalamts wurde die Substanz um 16.10 Uhr entschärft.
Im Anschluss daran konnten die Bewohner der Anwesen 22 und 26 in ihre Anwesen zurück. Die Evakuierung des Anwesens 24 bleibt bis zur Beendigung der Arbeiten in der Wohnung bestehen. Die Anwohner werden vor Ort betreut.
Der Beschuldigte macht derzeit keine Angaben. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.
Nachtrag vom 8. Oktober
Die Evakuierung des Mehrfamilienhauses wurde gestern Abend um 18.30 Uhr aufgehoben. Alle Bewohner konnten anschließend in ihre Wohnungen zurückkehren.
Bis 0.30 Uhr hatte die Polizei am Tatort ihre Arbeiten beendet. Alle Chemikalien wurden aus der Wohnung abtransportiert und werden an einem sichern Ort zwischengelagert.
Spezialisten des Landeskriminalamts werden nun im Auftrag der Staatsanwaltschaft ein Gutachten erstellen. Nach erster Prüfung des Gutachters, sind die aufgefundenen Substanzen geeignet, Betäubungsmittel und Sprengstoff herzustellen.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an. (pol)

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