Sonntag, 28. Februar 2021

Karlsruhe: Mindestens sechs Verletzte nach Brand in Mehrfamilienhaus – 50 Bewohner vorübergehend evakuiert

26. Dezember 2014 | Kategorie: Nordbaden

Archivbild pfalz-express.de

Karlsruhe – Zwei Schwer- und mindestens vier, möglicherweise aber auch deutlich mehr Leicht- bis Mittelschwerverletzte sowie ein Sachschaden von 40.000 bis 50.000 Euro waren am Abend des Ersten Weihnachtsfeiertages die Folgen eines Brandes in einem fünfgeschossigen Wohn- und Geschäftshaus an der Ecke Rhein- und Sedanstraße im Stadtteil Mühlburg.

Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei waren um 18.22 Uhr von Hausbewohnern alarmiert worden, dass im Treppenhaus des insgesamt 22 Parteien umfassenden Gebäudes starke Rauchentwicklung festzustellen war.

Die Berufsfeuerwehr sowie die Freiwilligen Wehren aus Mühlburg und Grünwinkel rückten sofort mit insgesamt 42 Mann an und konnten das von einem im Erdgeschoss abgestellten elektrischen Rollstuhl ausgehende Feuer innerhalb kürzester Zeit löschen.

Noch während der Löschmaßnahmen wurden insgesamt elf Bewohner über die Drehleiter aus einem im dritten Obergeschoss gelegenen Fenster heraus in Sicherheit gebracht. Weitere 39 Personen wurden nach dem Löschen durchs Treppenhaus ins Freie geleitet.

Zwei Personen erlitten offenbar schwere Rauchgasvergiftungen; sie wurden nach erster notärztlicher Versorgung ins Städtische Klinikum eingeliefert und werden dort intensivmedizinisch versorgt.

Bislang vier weitere Personen wurden mit leichten bis mittleren Vergiftungserscheinungen zur Beobachtung in Kliniken aufgenommen. Die anderen evakuierten Personen, darunter auch mehrere Kinder, kamen für die Dauer des Lösch- und Brandnachsorgeeinsatzes in den Räumen einer nahegelegenen Gaststätte unter. Hier wurden sie den mit drei Notärzten und fünf Besatzungen von Rettungswagen im Einsatz befindlichen Rettungsteams vorgestellt.

Insgesamt 21 weitere Personen wurden vorsorglich in Kliniken gebracht.

Nach Lüften des in den unteren Stockwerken vom Feuer beschädigten Treppenflurs und Abschluss der Spurensicherung konnten die Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Noch am Abend hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen nach der Brandursache aufgenommen. Dabei deutet vieles auf einen technischen Defekt an dem batteriebetriebenen Rollstuhl hin. Während des Feuerwehreinsatzes war der Bereich um den Brandort für den Verkehr voll gesperrt. Hiervon betroffen waren die Rheinstraße im Abschnitt zwischen Entenfang und Hardtstraße sowie der südwestliche Teil der Sedanstraße.

Die Polizei richtete währenddessen eine örtliche Umleitung ein. (ots)

 

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