
Sebastian Frech, Leiter der Regionalgeschäftsstelle Süd in Speyer und Direktkandidat der Linken für die Bundestagwahl 2013. Foto: dielinke-rhlp.de
Landau/SÜW/Speyer – Auch der Kreisverband der Linken Landau-SÜW meldet sich zum Thema Fracking zu Wort. Sebastian Frech, Leiter der Regionalgeschäftsstelle Süd in Speyer (verantwortlich für die Unterstützung der Kreisverbänden im rheinland-pfälzischen Süden), kritisierte den Bundestagsabgeordneten der CDU Südpfalz, Dr. Thomas Gebhart.
Gebhart hatte bereits zu den Vorwürfen der SPD ausführlich Stellung genommen und diese zurückgewiesen (wir berichteten).
Artikel dazu: Fracking: Schweitzer und Hitschler attackieren Gebhart – Gebhart widerspricht
Auch die SPD bekommt ihr Fett weg. In einer Stellungnahme zur aktuellen Fracking-Diskussion heißt es von Seiten der Linken: „ Immer wieder äußert sich Thomas Gebhart, CDU-Bundestagsabgeordneter, öffentlich zum Thema Fracking. Noch am 2. Febraur dieses Jahres konnte man lesen „dass das Firmenkonsortium GDF-Suez und Palatina GeoCon Fracking ausschließen. Auf die Kritik der SPD hingegen reagiert er mittlerweile mit Aussagen wie „Fracking soll nur nach strengen Regeln“ zulässig sein. Damit könnte sich die SPD durchaus zufrieden geben, lautet doch so auch der Titel einer von der SPD-Bundestagsfraktion herausgegebenen Broschüre. Früher oder später wird es sicher heißen, „Fracking sei eine gute, nachhaltige Technologie, von der alle Menschen in der Südpfalz profitieren können“, so Frech.
Die Linke sieht in Fracking eine gefährliche Technologie. „Kein Bergamt in Deutschland weiß mit Sicherheit zu sagen, welche Chemikalien von den Privatunternehmen in den Boden gepumpt werden, um die Rohstoffe aus dem Gestein zu lösen. Es gibt eine Liste zugelassener Chemikalien, aber selbst diese sind nicht unbedenklich“ so Sebastian Frech, der auch Direktkandidat der Linken für die Bundestagwahl 2013 ist.
„Das alleine wäre schon Grund genug, jedes Gedankenspiel um Fracking zu beenden. Stattdessen werden Fakten geschaffen. Kein kein Bürger der Südpfalz sollte sich der Illusion hingeben, dass Unternehmen, denen die spätere Ausbeutung der entsprechenden Ressourcen nicht sicher ist, Millionen investieren, um mit den teuren technischen Maßnahmen Exploration des Untergrundes zu betreiben. Und selbst bei diesen Bodenuntersuchen werden Schäden am Eigentum der Bürger angerichtet. Wer soll da annehmen, dass später in irgendeiner Weise Rücksicht auf Mensch und Umwelt genommen wird, wenn doch der Profit so groß ist“, so Frech weiter.
Die Partei fordert ein umfassendes Fracking-Verbot. Die Anwendung dieser Methode zur Rohstoffgewinnung in anderen Länder habe mehr als deutlich bewiesen hat, dass sie nur zum Schaden der Gemeinschaft und zum Nutzen der Großkonzerne möglich sei, ist Frech überzeugt.
„Selbst wenn es hundertprozentige Sicherheit gäbe, dass keine Chemikalien in Grundwasser gelangen, so wäre doch das Problem der Entsorgung der riesigen Mengen des toxischen und oft auch strahlenden Brauchwassers. Ein unglaubliche Verschwendung kostbaren Trinkwassers stellt Fracking nämlich auch da“, so Frech abschließend. (red)

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