
In den Weiten der USA und Kanadas ist Fracking nicht ganz so problematisch wie im dicht besiedelten Deutschand. Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Die Bundesregierung will Fracking, die umstrittene Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten, unter strengen Auflagen zulassen.
Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) haben sich auf einen entsprechenden Verordnungsentwurf geeinigt. Darin wird ein Verbot für Fracking in Trinkwasserschutzgebieten vorgeschlagen. Zudem soll es bei allen Vorhaben Umweltverträglichkeitsprüfungen geben.
Viele Bürger fürchten durch den Einsatz von Chemikalien bei dem Aufbrechen des Gesteins Gefahren für das Trinkwassers. In den USA hat das Fracking die Energiepreise deutlich sinken lassen. „Die Regelung wird zum Verbot von Fracking in Wasserschutz-und Heilquellenschutzgebieten führen“, heißt es nun in der Verordnung. Nach Schätzungen könne man davon ausgehen, dass bis zu 2,3 Billionen Kubikmeter Erdgas im geologischen Untergrund vorhanden sein könnten. „Gemessen am bundesdeutschen Jahresgasverbrauch von rund 86 Milliarden Kubikmetern ist diese Energieressource als sehr bedeutsam einzustufen“, schreiben die Minister.
Das Umweltbundesamt hatte geschätzt, dass sich allein mit den vermuteten Schiefergasvorkommen der deutsche Gasbedarf für 13 Jahre decken lassen könnte. Da aber 14 Prozent der Fläche als Wasserschutzgebiete ausgewiesen sind, dürfte das Potenzial weit geringer sein. (red/dts Nachrichtenagentur)

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