Sonntag, 15. Dezember 2019

Die Linke Germersheim-Speyer: Aufruf zu Protestnoten an die Filiale von Burger-King

12. August 2013 | noch keine Kommentare | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Politik regional

Sebastian Frech, Pressesprecher und Direktkandidat der Linken im Wahlkreis Südpfalz.
Foto: Licht

Speyer – Bei Burger-King stehen die Zeichen auf Sturm. Vor knapp drei Monaten verkaufte die deutsche Burger King GmbH, Tochter der Burger King Worldwide AG, 91 ihrer Filialen an die Yi-Ko Holding GmbH aus Stade.

Die neuen Eigentümer Ergün Yildiz und Alexander Kolobov sollen nach Berichten des Lokalportals lokalkompass.de die Distriktleiter aufgefordert haben, gegen Rechte von Betriebsräten im Großraum Dortmund vorzugehen.

Sebastian Frech, Pressesprecher und Direktkandidat für Die Linke im Wahlkreis Südpfalz, erklärte die Solidarität der Linken mit den schikanierten Betriebsräten.

„Angriff auf Betriebsräte ist Angriff auf alle Arbeitnehmer“

„Ein Angriff auf die Betriebsräte, gerade im Gaststättengewerbe und der Systemgastronomie, ist ein Angriff auf die Rechte aller Arbeitnehmer“, so Frech. „Geschäftsführer Ergün Yildiz attackiert die Betriebsräte mit der gesamten Palette fadenscheiniger Mobbingmaßnahmen. Beschuldigungen wegen Diebstahls, Streuung von Gerüchten unter Kollegen, die Streichung der Anerkennung von Betriebsratsarbeit als Arbeitszeit. Jedes Mittel ist dem von betriebswirtschaftlichem Halbwissen verblendeten Manager recht, um auf dem Rücken der Arbeiter die Profite des Unternehmes zu steigen.“

Die Gehälter bei Burger-King seien ohnehin, wie meist in der Branche, lächerlich niedrig. Mit einer 40-Stunden- Woche kämen die meisten Angestellten kaum über 1200 Euro netto heraus, kritisiert Frech. „Durch den Druck auf die Betriebsräte soll ihnen auch noch der letzte Rest Einflußnahme auf ihren beruflichen Alltag genommen werden,“ Frech weiter.

„Die Linke kritisiert den kapitalistischen Ausbeuterwahnsinn schon lange, was die Yi-Ko-Holding hier bietet, ist beispielhaft für das Versagen des neoliberalen Wirtschaftssystems. Mit der fortschreitenden kleinteiligen Organisierung der Arbeit, umfassenden Kontrollmechanismen, die die Effizienz jedes Handgriffs prüfen, ist die maximale Produktivität in der Systemgastronomie für den Moment erreicht. Sämtlicher Konkurrenzkampf unter den verschiedenen Ketten muss zwangsläufig auf dem Rücken der Angestellten ausgetragen werden.“

„Proteste an die Burger-King-Filiale in Speyer schicken“

Die Linke forderte Arbeitnehmer aller Branchen auf, ihre Solidarität zu erklären und Protestnoten an die Filiale von Burger-King in Speyer zu senden. „Auch steht des Regionalbüro in Speyer jederzeit für Gespräche mit den Betriebsräten zur Verfügung,“ so Frech zum Ende. (red)

 

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