Montag 12.Oktober 2026

Asklepios Klinik Kandel und „Zum Guten Hirten“ Ludwigshafen erhalten Millionenförderung

19. Januar 2026 | Kategorie: Kreis Germersheim, Ludwigshafen, Regional, Rhein-Pfalz-Kreis

Vor zwei Jahren besuchte RLP-Gesundheitsminister Clemens Hoch die Asklepios Klinik in Kandel. In der Mitte Geschäftsführer Frank Lambert und rechts Oberarzt Daniel Schäfer.
Foto (Archiv): Pfalz-Express / Licht

Kandel / Ludwigshafen – Mehr als 141 Millionen Euro stellt das Land Rheinland-Pfalz für Bauprojekte an zwei Krankenhäusern in Kandel und Ludwigshafen bereit. Die Asklepios Südpfalzklinik Kandel erhält weitere zehn Millionen Euro, das Krankenhaus „Zum Guten Hirten“ in Ludwigshafen eine erste Bewilligungsrate von 25 Millionen Euro.

Neubau in Kandel

Die Asklepios Südpfalzklinik Kandel übernimmt die Notfallversorgung im gesamten Landkreis Germersheim und behandelt jährlich rund 9.600 Patienten. Das Krankenhaus wird teilweise neu gebaut und erweitert. Der Neubau umfasst unter anderem den OP-Bereich, die Notaufnahme und die Intensivstation.

Die Gesamtkosten liegen bei rund 72 Millionen Euro, das Land beteiligt sich mit knapp 64,9 Millionen Euro, den Rest trägt der Träger. Die Betonarbeiten für den ersten Bauabschnitt sind weit fortgeschritten, das Richtfest ist für Februar 2026 geplant, die Inbetriebnahme des neuen Gebäudeteils für Januar 2028. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für Ende 2029 vorgesehen. Nachhaltigkeitsmaßnahmen wie Photovoltaik auf Dach und Fassade sowie begrünte Dächer sind ebenfalls Teil des Projekts.

Asklepios-Geschäftsführer Frank Lambert erklärte, dass die Förderung des Landes die Umsetzung des Neubaus erheblich erleichtere und gleichzeitig den Klinikbetrieb ohne Einschränkungen sichere. Er lobte das klare Bekenntnis zur flächendeckenden Gesundheitsversorgung und die Unterstützung bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte.

Lambert dankte auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer für den „wertschätzenden Austausch“ und die Unterstützung bei den Bauprojekten. „Wir sind ein Unternehmen aus vielen Nationen, vereint durch ein Ziel: die bestmögliche Versorgung unserer Patienten“, sagte Lambert.

Ministerialdirektorin Katharina Heil erklärte, dass die Asklepios Südpfalzklinik Kandel mit ihrem breiten Leistungsspektrum eine zentrale Rolle in der wohnortnahen Notfall- und Akutversorgung spiele. Sie wies darauf hin, dass der Standort Germersheim als Teil der Klinik seit 2025 Schwerpunkte in der Neurologischen Frührehabilitation und Psychosomatik setze und damit die psychiatrische Versorgung für die Region absichere.

Die erneute Förderung des Erweiterungsbaus in Kandel trage dazu bei, die intensivmedizinische und notfallmäßige Versorgung zu modernisieren und zeige, dass das Land die Kliniken als verlässlichen Partner für die medizinische Betreuung in der Südpfalz unterstütze.

Erweiterungsbau in Ludwigshafen

Das Krankenhaus „Zum Guten Hirten“ in Ludwigshafen erhält einen Neubau mit fünf Obergeschossen und einem Untergeschoss. Träger ist die Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern. Jährlich werden rund 3.000 Fälle behandelt, mehr als die Hälfte psychiatrische und psychosomatische Patienten.

Der Neubau schafft moderne Räumlichkeiten und verbessert die Versorgung insbesondere in der Psychiatrie und Geriatrie. Die Gesamtkosten liegen bei rund 89 Millionen Euro, das Land steuert rund 76,6 Millionen Euro bei, die erste Bewilligungsrate beträgt 25 Millionen Euro, weitere Zahlungen erfolgen nach Baufortschritt.

Die Energieversorgung wird nachhaltig gestaltet: Wärme kommt künftig aus Erdwärme und Fernwärme, auf dem Dach wird eine Photovoltaikanlage installiert. Der Baustart ist für April 2026 geplant, die Umsetzung erfolgt in mehreren Bauabschnitten bis 2031. Während der Bauphase bleibt der Klinikbetrieb uneingeschränkt in Betrieb.

Fördersummen im Überblick

Asklepios Südpfalzklinik Kandel: Gesamtförderung rund 64,9 Millionen Euro, aktuelle Bewilligung 10 Millionen Euro

Krankenhaus „Zum Guten Hirten“ Ludwigshafen: Gesamtförderung rund 76,6 Millionen Euro, aktuelle Bewilligung 25 Millionen Euro

Gesamt: rund 141,5 Millionen Euro

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