
Olaf Demuth (Archiv)
Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlin – Die Pläne der Linkspartei zur Vergesellschaftung von Wohnungen in Berlin haben nach den Worten von Bauindustrie-Präsident Olaf Demuth „schon jetzt eine verheerende Wirkung“.
Baugesellschaften, die in Berlin Darlehen aufnehmen wollten, „um dort Wohnraum zu schaffen, kommen nicht mehr an frisches Geld“, sagte Demuth der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Kreditgeber seien plötzlich zurückhaltender. „Das merken selbst die staatlichen Akteure“, so der Baupräsident weiter.
Zentrales Wahlversprechen der Linkspartei war es, Immobilienkonzerne mit mehr als 3.000 Wohnungen zu vergesellschaften. Nach dem Wahlsieg der Partei hat die Linke mit Grünen und SPD die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen vereinbart, um eine Regierung zu bilden.
„Schon die Pläne irritieren die Märkte“, sagte Demuth. Internationale Investoren wendeten sich ab. „Leider versteht man im Ausland auch das föderale System in Deutschland nicht so ganz. Deswegen setzt sich die Überzeugung fest, nicht nur in Berlin, sondern auch in Hamburg und München könnten Wohnbestände von Immobilienkonzernen bald vergesellschaftet werden“, so der Baupräsident weiter. Das sei „echt gefährlich.“
Die Wohnungsnot in Berlin zu lindern, könne so nicht gelingen. Die Verstaatlichung von 200.000 Wohnungen würde 20 bis 30 Milliarden Euro kosten. „Dann ist aber noch keine einzige Wohnung saniert und keine neu gebaut.
Dafür hätte das Land kein Geld mehr“, sagte Demuth der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Die Privatwirtschaft würde sich aus dem Baugeschäft zurückziehen – warum sollte sie auch bauen, wenn Vergesellschaftungen drohen?“, so der Baupräsident weiter. Es gebe nur einen Weg aus der Misere: „Das Bauen muss wieder attraktiv gemacht werden. Und zwar für alle: Für Privatleute, für Genossenschaften und für institutionelle Anleger“, so Demuth. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Berlin – Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will die geplante Erweiterung des Ministeriumsgebäudes stoppen. „Wir müssen raus aus den Schulden, dazu überdenke ich ...
Berlin- Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) will EU-Pläne für strikte Sanierungsvorgaben stoppen. „Die Verschärfung der Gebäudeeffizienzrichtlinie, die das EU-Parlament verlangt, sehe ich sehr ...
Hannover – Vor einer aktuellen Stunde zum Thema Bildung im niedersächsischen Landtag hat sich Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für eine Rückkehr zu ...
Berlin – Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will mit einer Wohnungsbau-Offensive gegen den Mangel an Wohnungen in Deutschland vorgehen. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum ...
Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) will die gravierenden Probleme auf dem Mietmarkt mit der Errichtung einer „Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau“ eindämmen. Das geht ...
Berlin – Der Abriss eines Teiles der sogenannten „East Side Gallery“, des längsten noch erhaltenen Teilstücks der Berliner Mauer, sind am Freitag ...
Berlin – Die Versetzung von Hans-Georg Maaßen als Staatssekretär ins Bundesinnenministerium hat eine unerwartete Nebenfolge: Innenminister Seehofer (CSU) will den Wohnungsbau jetzt ...
Berlin – Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Länder und Kommunen zu einem deutlich verstärkten Wohnungsbau aufgefordert und standardisierte Genehmigungsverfahren für ganz Deutschland ...
Berlin – Mehr als die Hälfte der Bundesländer verwendet die für den sozialen Wohnungsbau vorgesehenen jährlichen Bundeszuschüsse nicht zweckgerecht. Das geht aus ...
Berlin- Die Jusos wollen die Pläne von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für eine Wehrpflicht-Option in der Novelle des Wehrdienstgesetzes verhindern. Die ...
Berlin – Wenige Wochen vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern (4. September) und Berlin (18. September) liegt die SPD in der Wählergunst in ...
Berlin – Im Kampf gegen steigende Mieten und Wohnungsknappheit fordert Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) eine Änderung des Grundgesetzes. „Wir brauchen die Grundgesetzänderung, ...












