Sonntag, 13. Juni 2021

Armutsbekämpfung: SPD Wörth hat Interesse am Beitritt zur SozialRegion Karlsruhe

12. Mai 2021 | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Mario Daum, Vorsitzender der Wörther SPD. 
Foto: v. privat

Wörth – Die SPD-Fraktion im Wörther Stadtrat hat beantragt, dass sich die Stadt mit der Thematik „SozialRegion Karlsruhe“ auseinandersetzen soll. Einstimmig hat der Stadtrat den Antrag genehmigt und damit grundsätzliches Interesse an einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema gezeigt.

„Gesellschaftliche Teilhabe ist zu einem großen Maß von der Finanzkraft des Einzelnen abhängig“, leitete die Fraktion ihren Antrag ein. Die Wörther Sozialdemokraten hätten das Ziel, Maßnahmen gegen Armut und deren Stigmatisierung zu ergreifen: „Als Kommune können wir ebenfalls unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger unterstützen und für eine Angleichung der Lebensverhältnisse sorgen. Das sollte unser gemeinsames sozialpolitisches Ziel sein“, begründet Mario Daum, Vorsitzender der SPD Wörth, den Antrag.

Die SozialRegion ist seit Jahren etabliert und umfasst den gesamten Landkreis Karlsruhe. Das wichtigste Ziel in der Armutsbekämpfung ist, die Teilhabechancen von benachteiligten Menschen in diesen Bereichen zu erhöhen. Hierfür setzt sich die SozialRegion Karlsruhe mit Angeboten zur Teilhabe, Weiterentwicklung derselben und mit Hilfe eines interkommunalen Austauschs ein. Mit einem möglichen Beitritt zur „SozialRegion Karlsruhe“ könnte Wörth seinen Bürgern, die ALG II (SBG II), Sozialhilfe (SGB XII), Wohngeld, Leistungen nach dem AsylbLG oder Kinderzuschlag beziehen oder in einer betreuten Wohnform nach SGB VIII leben, und Bürgern mit einem geringen Einkommen bestimmte Ermäßigungen innerhalb der SozialRegion ermöglichen. Der sogenannte Karlsruher Pass beinhaltet verschiedene Vergünstigungen für die Bereiche Freizeit, Sport, Kultur, Bildung und Mobilität. (Mehr Informationen unter www.karlsruher-pass.de)

Dass die SozialRegion auf badischer Seite besteht, stellt für die Wörther SPD-Fraktion keinen Hinderungsgrund dar. Im Gegenteil, hier habe sich bereits über Jahre ein Netzwerk mit bewährten Angeboten und Maßnahmen etabliert. „Landesgrenzen stellen bei interkommunalen Bündnissen erstmal kein Hindernis dar, vielmehr können wir so Energien bündeln und die SozialRegion gemeinsam weiterentwickeln“, so Daum.

In einem nächsten Schritt soll den politischen Vertretern von Wörth die regionale Aktionsgemeinschaft, die unterschiedlichen Programme sowie die damit verbundenen Kosten vorgestellt werden. Hierzu werden Vertreter der Stadt Karlsruhe bzw. des Stadtjugendausschusses e.V. zu einer der nächsten Sitzungen eingeladen.

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