Samstag, 19. Oktober 2019

Annweiler Stadtrat wird neu sortiert: FWG stärkste politische Kraft –  SPD und CDU verlieren zwei Sitze

28. Mai 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kommunalwahl 2019, Kreis Südliche Weinstraße, Politik regional

Foto: hi

Annweiler. Die Bürger Annweilers haben entschieden. Am Montagabend um 20 Uhr stand das vorläufige Endergebnis aus der Kommunalwahl 2019 für den Annweiler Stadtrat fest.

Die Freien Wähler (FWG) legen 4,2 % im Vergleich zur Stadtratswahl 2014 zu und sind nun mit 22,2 % stärkste stadtpolitische Kraft, vor der SPD mit 20,8 % der gültigen Stimmen (-13,5 %). Nach der vorläufigen Sitzverteilung sind FWG und SPD im künftigen Annweiler Stadtrat mit je 5 Sitzen vertreten.

Die drittstärkste Partei mit 18,3 % der Wählerstimmen sind die Grünen, die 6 % dazu gewonnen haben und 4 Sitze erhalten. Ebenso wie die CDU, die -9,5 % verlor und diesmal auf 16,6 % kam .

Die FDP holte 15,7 % (+6,4 %) und wird künftig mit 3 Stadträten vertreten sein.

Die AfD (6,5 %), die im letzten Stadtrat nicht vertreten war, erhält einen Sitz.

Von den 5.594 wahlberechtigten Annweilern haben 3.466 abgestimmt. Also eine Wahlbeteiligung von 62 %.

Da jeder Wähler 22 Stimmen auf die Kandidaten vergeben konnte, wären somit rechnerisch 76.252 Stimmen möglich gewesen. Ausgezählt wurden 68.786 gültige Stimmen.
Den vielen ehrenamtlichen Wahlhelfern in den einzelnen Stimmbezirken wurde allerhand abverlangt, wie Wahlvorsteher im Wahllokal Hohenstaufensaal, Reiner Niederberger, seufzte. Insgesamt 16 Stunden – nur unterbrochen durch kurze Pausen – habe man konzentriert arbeiten müssen, bis die Arbeit getan war.

Aber auch für die Wähler selbst war die Kommunalwahl aufwändig. Wer nicht per Briefwahl abgestimmt hatte, musste am Wahlsonntag in eine der acht aufgestellten Wahlkabinen gehen und seine Stimmzettel bearbeiten. Bis zu zwanzig Minuten, berichtete Wahlhelfer Uli Böck, hätten manche Wähler in der Kabine verbracht. Dennoch sei es aber kaum zu langen Warteschlagen gekommen. Selbst in den Stoßzeiten hätten die Wähler allenfalls einige Minuten warten müssen.

Durch die Stimmverteilung innerhalb der Listen (kumulieren) und durch die Möglichkeit, Kandidaten auf verschiedenen Listen ankreuzen zu können, kann sich die Reihenfolge der gewählten Kandidaten gegenüber den Listenplätzen ändern.

Es sei beim Auszählen der Stimmen, so Niederberger, der gefühlte Eindruck entstanden, dass viele Wähler gerade jüngere Kandidaten, über die Listengrenzen hinweg, gezielt angekreuzt hätten. Von den Möglichkeiten des Panaschierens und Kumulierens sei also sehr Gebrauch gemacht worden.|hi

 

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