Montag, 20. November 2017

SPD-Fraktion startet Initiative: Öffentliche und freie Nutzung des Internets auch in Landau

10. August 2014 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Politik regional, Regional

„Landau soll öffentlich nutzbares Internet bekommen“, wünscht sich die SPD-Stadtratsfraktion.
Foto: Ahme

Landau. Zahlreiche Städte in der Vorder- und Westpfalz arbeiten derzeit in an Möglichkeiten, nach denen das Internet in den Innenstädten über W-Lan-Router jeweils im Umkreis von rund 150 Metern öffentlich und frei genutzt werden kann.

Auch Landau sollte sich diesem Thema stellen, meinen SPD-Fraktionsvorsitzender Dr. Maximilian Ingenthron und sein Stellvertreter Dr. Hannes Kopf. Aus diesem Grund haben sie einen Antrag zur Beratung in der nächsten Stadtratssitzung gestellt. Ziel ist es, dass die Stadtverwaltung Möglichkeiten zur Einrichtung von Hotspots zur öffentlichen Nutzung des Internets in der Innenstadt prüft.

Ingenthron und Kopf blicken mit Interesse auf die bereits erfolgte Umsetzung und weitere laufende Bestrebungen in der ganzen Region.

So sollen in Kaiserslautern, Pirmasens, Kusel und Eisenberg sukzessive Hotspots in Zusammenarbeit mit den örtlichen Energieversorgern errichtet werden. Den Überlegungen zufolge könnten dort ggf. die Kunden der Energieversorger die Hotspots dauerhaft kostenlos nutzen.

Auch in Neustadt wird eine solche Möglichkeit derzeit geprüft; in Speyer gibt es eine erste „Grundversorgung“ – über eine Ausweitung wird nachgedacht.

Die Stadt Heidelberg ermöglicht Bürgern und Besuchern diesen Service seit Juli. Dort können jeweils 1.000 Nutzer gleichzeitig auf diesem Weg ins Internet gelangen. Auch in Mannheim ist das seit Juli möglich.

In einer ausführlichen Pressemitteilung erläutert die Stadtverwaltung, wie das in der Mannheim geregelt ist (Nachfolgend ein Auszug aus der Meldung vom 4. Juli):

„Ab sofort kann am Paradeplatz und von dort aus gesehen entlang der Planken bis ca. O 3 / P 3 und entlang der Breiten Straße bis ca. T 1/ H 1 sowie auf dem Marktplatz und dem Willy-Brandt-Platz kostenlos gesurft werden. In den nächsten Wochen soll das WLAN auf die Bereiche Wasserturm und Kaiserring ausgeweitet werden.

Mit den kostenlosen WLAN Hotspots haben wir ein tolles Angebot für unsere Besucher der Innenstadt. Wir haben damit den Wunsch des Gemeinderates zeitnah umgesetzt‘, begrüßt Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch das Engagement der Firma Innerebner IT GmbH. „Ein kostenloser Internetzugang über WLAN gehört heute mehr und mehr zum selbstverständlichen Service. Free-Key bietet eine unkomplizierte Handhabe und sichere Nutzbarkeit,“ unterstreicht Walter Innerebner.

Die Firma IT-Innerebner GmbH hatte bei der Mannheimer Wirtschaftsförderung Interesse bekundet, entsprechende WLAN-Hotspots in der Mannheimer Innenstadt zu betreiben. Von Seiten des Gemeinderates wurde das Projekt von Anfang an begrüßt. Zur Umsetzung des kostenlosen Internetangebots wurde mit Unterstützung des Fachbereichs Immobilienmanagement mit der Firma IT-Innerebner ein Gestattungsvertrag für eine Laufzeit von 24 Monaten abgeschlossen, der Fragen der Haftung und des Datenschutzes regelt.

Beides liegt in der Verantwortung des privaten Betreibers. Für ausreichend Schutz im Netz sorgt der eigens entwickelte Content-Filter „surf-guard“, welcher unerwünschte und gefährliche Inhalte blockiert. Das WLAN finanziert der Betreiber über Werbeeinnahmen. Die WLAN-Hotspots werden über verschiedene Antennen realisiert, die eine schnelle Internetverbindung sicherstellen.

Um auf die WLAN-Hotspots zugreifen zu können, müssen Nutzer über ihre mobilen Endgeräte das WLAN Netzwerk „free-key mannheim“ auswählen und einen vierstelligen PIN über ihre E-Mail-Adresse oder per sms anfordern. Innerhalb von zehn Minuten muss der PIN bestätigt werden, ansonsten verfällt dieser. Zudem müssen Nutzer die AGB akzeptieren. Kostenloses Surfen ist dann für drei Stunden möglich. Das Einloggen lässt sich beliebig oft wiederholen.“

„Wir halten diese Entwicklung, der sich die ganze Region stellt, für außerordentlich positiv und hochinteressant. Landau sollte dabei nicht abseits stehen, sondern ebenso nach Wegen suchen, wie sich dieses Ansinnen in unserer Stadt realisieren lässt, sei dies in Verbindung mit einem Privatanbieter, dem örtlichen Energieversorgungsunternehmen oder mittels einer anderen Lösung

Das stünde Landau als aufstrebender Stadt mit einer wachsenden Zahl an Studierenden und Gästen bestens an. Für Studenten der Universität Koblenz-Landau wäre im Übrigen auf diesem Weg die Nutzung des Eduroam-Netzwerks möglich, an das auch unsere Hochschule angeschlossen ist“ so fassen Ingenthron und Kopf die Zielsetzung der SPD-Fraktion zusammen. (red)

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