Berlin – Im Streit um den richtigen Kurs in der Flüchtlingspolitik fordert die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner künftig konkrete Regeln und Vereinbarungen für Flüchtlinge in Deutschland.
„Integration ist keine Einbahnstraße“, sagte Klöckner im Gespräch mit „Bild“. „Wir brauchen eine Art Integrationsvereinbarung mit den Flüchtlingen wie zum Beispiel in Kanada. Wer unser Asylrecht in Anspruch nimmt, der muss sich zu unseren rechtsstaatlichen Spielregeln, zu den Grundsätzen unserer Verfassungskultur bekennen.“
Zu dem Vorfall vor einigen Tagen, als ein Imam ihr den Handschlag verweigerte, erklärte Klöckner: „Ein Vorstandsmitglied der Moschee-Gemeinde hat mich jetzt angerufen, sich entschuldigt. Eine gute Geste.“ Das Denken, das hinter der Verweigerung eines Handschlags an Frauen stecke, könne man aber „nicht hinnehmen“.
Klöckner warnte vor Missachtung deutscher Gesetze und Regeln: „Es gibt bei uns auch Frauen als Chefinnen. Wir haben nicht vor, das zu ändern, nur damit junge Männer mit einem mittelalterlichen Rollenbild Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.“
Die CDU-Politikerin betonte, „nicht das liberale Deutschland muss sich ändern, sondern manche Zuwanderer“. Das Grundgesetz sei „kein Bauchladen, aus dem man sich einzelne Rosinen picken kann: Wer sich auf Artikel 16 beruft, muss auch die anderen 145 Artikel akzeptieren.“
Die rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende warf zugleich der Landesregierung in Rheinland-Pfalz vor, abgelehnte Asylbewerber nicht konsequent genug abzuschieben: „Da kommen die Kommunen schon beim Wohnraum schneller an ihre Grenzen.“
Grundgesetz und Sprachkurse seien nicht nur „ein Angebot zur Güte, sondern Verpflichtung“.
Klöckner betonte zugleich, ein Missbrauch der Regeln und Vereinbarungen müsse sanktioniert werden. „Wir sollten uns das Beispiel bei Hartz-IV-Empfängern anschauen: Bei Nichteinhaltung von Vereinbarungen kann es zu Leistungskürzungen kommen.“ Das Prinzip müsse „fördern und fordern“ sein.
Die CDU-Politikerin forderte die Flüchtlinge auf, sich in Deutschland zu integrieren. „Religion ist wichtig, darf aber nicht über unserem Grundgesetz stehen. Gleichberechtigung von Mann und Frau ist Bestandteil unserer aufgeklärten Gesellschaft“, erklärte Klöckner. (dts Nachrichtenagentur/red)
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Interessant.
Die Alternative für Deutschland hat diese Punkte (Kanadisches Modell, Sanktionen etc.) schon seit 2013 im Programm und wurde dafür von Frau Klöckner und diversen anderen Berufspolitikern der CDU auch im Landkreis angegriffen. Selbst vor Lügen schreckte die Dame im Europawahlkampf 2014 nicht zurück: „AfD legt Plakate mit Judensternen auf“. Was sich im Nachhinein als glatt erfunden erwies.
Und jetzt mimt Frau Klöckner 6 Monate vor den Landtagswahlen die „Konsequente“ und übernimmt alte Forderungen der AfD, um die Wähler nochmal zu täuschen und ihr Kreuzchen bei der CDU zu machen! Frau Klöckner ist bekanntlich stellvertretenden Bundesvorsitzenden der CDU: Was hat sie getan, um ihre Vorgesetzte Frau Merkel davon abzuhalten, alle Schleusen für Asylbewerber und Wirtschaftsflüchtlinge nach Deutschland zu öffnen? Nichts!
Bemerkenswert an diesem Text ist, dass er aus Anlass eines verweigerten Handschlags den Weg in die Öffentlichkeit fand.
Heute, 3 Jahre später, nach dem Mord in Kandel, hört und sieht man nichts von den demokratischen Parteien!
Und Frau Spiegel? Als IntegrationsministerInn ein politischer Totalausfall!
jedem normalen Arbeitnehmer wäre bei so einer Leistungsbilanz inzwischen gekündigt worden.