Sonntag, 17. Oktober 2021

Geschafft: Weibliche A-Jugend der Handballer TV 03 Wörth steigt in Bundesliga auf

18. Juni 2013 | Kategorie: Sport Regional

Das sind die neues Bundesligisten: : Lea Mae Bleh, Laura Leukert, Olivia Wenzel, Kathrin Meyer, Anne Schmitt, Kathrin Pfirrmann, Anika Henschel, Sarah Nickl, Johanna Damm, Trainerin Manuela Bast, vorne: Mirjam Stumpf, Katharina Voigt, Michelle Kasperlik, Christine Kappes, Julia Knoblauch, Lin Marie Bleh und Torwarttrainer Lothar Klein
Es fehlen die verletzten Franziska Stenzel und Maren Pfirrmann
Foto: lumi

Wörth/Waiblingen – Groß war der Jubel bei den Spielerinnen, den Trainern und dem zahlreich mitgereisten Anhang in der Waiblinger Rundsporthalle nach den zwei Siegen und der erreichten Qualifikation für die neue Bundesliga der A-Jugend.

War es am Wochenende zuvor noch der 3.Platz in Kamen/Kaiserau nach zwei äußerst unglücklichen Niederlagen und zwei Siegen, so gab es dieses Mal keinen Zweifel am Turniersieger aus Wörth – zwei klare Siege standen auf dem Programm

 „Zusammengerückt und geschafft“ sagte Trainerin Manuela Bast unmittelbar nach dem Schlusspfiff des zweiten Spiels in der Qualifikationsrunde zur weiblichen A-Jugend-Handball-Bundesliga in Waiblingen, während ihre Spielerinnen die Hand zur Faust ballten und riefen: „Bundesliga – wir kommen.“

Mit dem 18:11-Sieg gegen die JSG Boudenheim stand es endgültig fest, dass die JSG Wörth/Hagenbach in der kommenden Saison eine der 32 Mannschaften in der neuen Bundesliga sein wird – der einzige Vertreter aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

„Wir wollten es probieren, ob wir auch im Konzert der Großen mitspielen können und es hat wirklich geklappt. Damit hatte anfangs wohl keiner gerechnet“ meinte Abteilungsleiter Helmut Wesper. Bast ergänzte, während ihr Team noch jubelte und Freudentränen vergoss: “Die Mädchen sind jetzt für ihren großen Einsatz im Training und in den beiden Turnieren belohnt worden.“

Dabei hatte es im ersten Spiel gegen den gastgebenden VFL Waiblingen in dessen Rundsporthalle bei schweißtreibenden Temperaturen gar nicht gut angefangen. Nach vier Minuten lag die Bast-Truppe 0:2 zurück. „Den Anfang haben wir verschlafen“ kritisierte die Trainerin. Aber dann ging ein Ruck durch die Mannschaft und in der elften Minute führte sie mit 6:2. Jetzt stand die Abwehr sicher und die Waiblinger machten nacheinander mehrere technische Fehler. Trotz einiger Fehlwürfe konnten die Wörther bis zur 18.Minute ihre Führung auf 11:3 ausbauen. In Unterzahl mussten sie dann noch bis zur Pause das 11:5 hinnehmen.

Nach dem Wechsel wurde die erfolgreichste Wörther Werferin Anika Henschel (bis dahin 8/2) kurz gedeckt und die Einheimischen kamen auf 12:7 nach 24 Minuten heran. Nach dem 13:7 durch Christine Kappes wurde auch diese vorgezogen gedeckt, aber die Gäste ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Nach 30 Minuten hieß es 18:10, wobei Henschel immer wieder traf und Michelle Kasperlik ein sicherer Rückhalt im Tor war. Mit stehenden Ovationen feierten die zahlreichen Wörther Fans dann den 23:13-Sieg. „Dass sich die Mannschaft trotz des verpatzten Beginns so gefangen hat, spricht für ihren Zusammenhalt“ meinte Bast.

Als Waiblingen danach die JSG Boudenheim mit 18:15 besiegte, war eigentlich klar, dass die Wörther Turniersieger werden musste. Am man merkte von Anfang an ihre Nervosität im spiel. Es kam keine Ruhe in die Aktionen, die Abschlüsse waren schwach, selbst Henschel vergab einen Strafwurf. Nach zehn Minuten hieß es dann 4:0, ehe die Boudenheimer ihren ersten Treffer mit einem Siebenmeter erzielen konnten (12.Minute). Erst in der 16.Minute gelang ihnen der erste Treffer aus dem Spiel heraus zum 6:2, ehe mit 9:2 die Seiten gewechselt wurden.

Die Boudenheimer hatten auch im zweiten Spielabschnitt nie eine Chance, die Begegnung zu ihren Gunsten zu drehen, obwohl die Bast-Schützlinge ihr schwächstes Spiel der beiden Turniere ablieferten. „Die Chancenverwertung war katastrophal“ schimpfte Bast trotz des souveränen 18:11-Sieges und hob besonders Kasperlik hervor, die ein glänzender Rückhalt im Tor war.

Jetzt darf man in Wörth gespannt sein, wie die Gruppeneinteilung der 32 Mannschaften für die kommende Bundesliga aussehen wird. In Wörth gibt es jedenfalls nach Jahrzehnten – damals spielten die Tischtennisspieler in der Zweiten Bundesliga – wieder Bundesligasport zu sehen.

Für Wörth spielten: Michelle Kasperlik und Sarah Nickl im Tor sowie Lynn Marie Bleh, Kathrin Meyer (2 Tore), Christine Kappes (4), Katharina Voigt (1), Olivia Wenzel, Julia Knoblauch (3), Mirjam Stumpf (7), Johanna Damm, Anika Henschel( 21/3), Anne Schmitt (1) und Kathrin Pfirrmann (2). (lumi)

 

 

 

 

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