Donnerstag, 13. Mai 2021

2. Bundesliga-Spieltag: Weibliche A-Jugend des TV Wörth mit zu dünnem Kader: zwei Niederlagen

19. November 2013 | Kategorie: Sport Regional

 

Die weibliche A-Jugend des TV Wörth musste dieses Mal gleich zwei Niederlagen verkraften. Die Motivation hat nicht darunter gelitten.
Foto: TV Wörth

Wörth/Ostfildern –  Mit zwei Niederlagen im Gepäck kehrte die weibliche A-Jugend des TV Wörth vom zweiten Bundesliga- Spieltag in Ostfildern zurück.

Am Samstag unterlag sie in einem sehr schnellen, hochklassigen Spiel dem TSV Birkenau mit 38:40 (20:22), am Sonntag gab es gegen den gastgebenden TV Nellingen eine deutliche 23:32 (10:17)- Niederlage.

In beiden Partien zeigte sich, dass der Wörther Kader aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Katharina Voigt, Lea Mae Bleh, Kathrin Meyer und Audrey Wenzel zu dünn besetzt war und damit die Wechselmöglichkeiten sehr beschränkt waren.

Dennoch zollte Trainerin Manuela Bast ihrer Mannschaft großen Respekt. In der Partie gegen Birkenau, das am ersten Spieltag beide Begegnungen deutlich gewonnen hatte, habe sie „so viel Willen an den Tag gelegt und 60 Minuten alles gegeben“. Ab der vierten Minute lag sie mit 3:2 in Führung und hielt diese bis zur 20.Minute stets mit zwei Toren Vorsprung (16:14).

Selbst mit zwei Spielerinnen in Unterzahl erzielte sie das 17:16, ehe Anika Henschel – bis dahin sieben Treffer – kurz gedeckt wurde. In der 23.Minute gelang den Birkenauern die 18:17-Führung, die die Wörther bis zum 20:20 immer wieder ausglichen (28.Minute), bevor es mit 20:22 – nach zwei vergebenen Chancen – in die Pause ging.

Auch nach dem Wechsel hielt die Bast – Truppe gut mit (23:23) und geriet höchstens mit zwei Treffern in Rückstand (48.Minute). Dann folgten – so Bast – „zwei bis drei fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen“ und drei Minuten vor Schluss stand es 35:39. Selbst dieser Rückstand entmutigte die tapfer kämpfenden Wörther nicht und sie kamen bis auf 38:40 heran.

Birkenaus Trainer Julius Schäfer war froh, als der Schlusspfiff ertönte und sah Wörth als den „erwartet schweren Gegner, dessen Angriffe wir nicht stoppen konnten. Mit den Schiris war ich sehr zufrieden. Bast dagegen: „Ohne die fragwürdigen Entscheidungen bleiben die Punkte bei uns.“

Die beiden Schiedsrichterinnen (TV Brühl-Baden) hatten auch schon das vorherige Spiel geleitet. Im Gespräch gestanden sie ein, dass sie im zweiten Abschnitt dieser so schnellen Partie doch schon gewisse Probleme hatten.

Zwei Tage hintereinander gespielt

Im zweiten Spiel gegen Gastgeber Nellingen merkte man, dass dem Wörther Team die Begegnung vom Vortag noch in den Knochen steckte. Jetzt mussten sie zusätzlich noch auf Lynn Marie Bleh verzichten, die vom Tageslehrgang der Landesauswahl in Wittlich nicht frei gestellt wurde, obwohl der Trainer selbst auch nicht dort anwesend war. Begründung: Es fehlen so viele und sie sei damit die einzige Kreisläuferin, die zudem zuletzt so gut war- eine geradezu lächerliche, für die Wörther aber bedauerliche – Entscheidung.

Die Einheimischen konnten auf ihren kompletten Kader mit praktisch zwei Mannschaften zurückgreifen, die fast alle auch in der zweiten oder dritten Bundesliga bei den Aktiven zum Einsatz kommen. Bei den Wörthern saßen noch eine „angeschlagene“ und zwei weitere B-Jugendliche auf der Bank.

Anfangs konnte die Bast-Truppe nach ihrer schnellen Führung noch mithalten, aber bald geriet sie in Rückstand (3:6 9.Minute). sie wurde immer nervöser, verwarf viele gute Möglichkeiten und bekam zudem noch öfters zweifelhafte Schrittfehler abgepfiffen. „Das waren aber keine“ monierte Bast bei den gleichen Schiris wie am Vortage. So musste sie mit einem 10:17-Rückstand in die Pause gehen.

Nach dem Wechsel gelang den Nellingern zunächst kaum etwas und die Wörther kamen auf 13:17 heran, ehe eine längere Unterbrechung durch den Zeitnehmer-Tisch erfolgte. Der Grund war nicht ersichtlich, aber die Bast-Schützlinge verloren ihre gerade erlangte Sicherheit und gerieten nach zehn Minuten wieder mit 14:20 in Rückstand. Danach konnten die routinierten Einheimischen mit einer gewissen Härte im Spiel befreit aufspielen.

Ihre Trainerin bekannte dann auch: “Wir sind durch unsere Erfahrungen in der zweiten und dritten Bundesliga eine entsprechende Härte gewohnt und konnten diese gegen die körperlich unterlegenen Wörther gut ausspielen.“

Insgesamt zog Bast nach den beiden Spielen das Resumee: „Ich ziehe vor meiner dezimierten Mannschaft den Hut.“

Torschützen für Wörth waren gegen Birkenau Anika Henschel (15/5), Anne Schmitt (7),Kathrin Pfirrmann, Mirjam Stumpf (beide 5), Laura Leukert (3), Christine Kappes (2), Olivia Wenzel (1), gegen Nellingen Henschel (8/2), Leukert (5), Schmitt (4), Kappes, Stumpf, Pfirrmann (je 2). (lumi)

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