
Al-Asad-Airbase im Irak.
Foto: dts nachrichtenagentur
Bagdad – Die Al-Asad-Airbase im Irak ist in der Nacht zu Mittwoch unter Raketenbeschuss gekommen. Laut verschiedener unbestätigter Medienberichte wurden sechs bis neun Raketeneinschläge gezählt.
Gleichzeitig war davon die Rede, dass die „Revanche“ durch den Iran begonnen habe. Der Militärflugplatz beherbergt Streitkräfte des Iraks, aber auch der Vereinigten Staaten. Die Al-Asad-Airbase liegt im Westen Iraks in der Provinz al-Anbar, etwa 13 Kilometer südwestlich der Ortschaft Chan al-Baghdadi.
Sie war im Irakkrieg 2003 die zweitgrößte US-Militärbasis. Der Iran hatte einen Vergeltungsschlag gegen die USA angekündigt, nachdem die Vereinigten Staaten den iranischen Top-Militär Qasem Soleimani gezielt durch einen US-Drohnenangriff im Irak getötet hatten.
Nach den Raketenangriffen gibt es widersprüchliche Angaben über mögliche Opfer. Iranische Staatsmedien berichten, dass mehrere US-Soldaten ums Leben gekommen seien. Die Rede war von bis zu 80 Getöteten.
Der US-Nachrichtensender CNN berichtet dagegen unter Berufung auf irakische und US-Quellen, dass es wohl keine Todesopfer gegeben habe. US-Präsident Donald Trump reagierte bei Twitter gelassen auf die Attacken. „All is well!“. Man bewerte aktuell die Schäden. Die USA hätten das stärkste und am besten ausgestattete Militär auf der Welt, so Trump weiter. Er werde am Mittwochmorgen (Ortszeit) eine Erklärung abgegeben, kündigte der US-Präsident an.
Unterdessen sprach Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif von „Selbstverteidigung“. Man strebe keinen Krieg an, werde sich aber gegen jede Aggression verteidigen, teilte auf Twitter mit.

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