Edenkoben. Unternehmerfrauen aus der Pfalz trafen sich im Rahmen des nationalen Aktionstages „Nachfolge ist weiblich“ zu einem Nachfolgerinnen-Frühstück in einer Bäckerei in Edenkoben und beschäftigten sich mit dem Projekt „Handwerk attraktiv“.
Die Unternehmensnachfolge durch Frauen gehört im Handwerk immer noch zu den Ausnahmen. Die Frage, wie Unternehmensgründungen von Frauen im Handwerk gefördert werden können, sowie das neue Projekt „Handwerk attraktiv Rheinland-Pfalz“ waren Gegenstand eines Nachfolgerinnen-Frühstücks, zu dem die Handwerkskammer der Pfalz in Verbindung mit dem bundesweiten Aktionstag „Nachfolge ist weiblich“ in die Bäckerei De‘ Becker nach Edenkoben eingeladen hatte.
Zu dem Treffen gekommen waren acht Frauen, die in den letzten Jahren als Nachfolgerinnen einen Betrieb übernommen haben und sich im Rahmen eines Projekts zur Qualifizierung von Unternehmensgründerinnen in einer Erfahrungsgruppe auf die Betriebsübernahme vorbereitet hatten.
Die Erfahrungsgruppe hatte sich regelmäßig getroffen, um in Seminaren und Workshops die Schwerpunkte Kommunikation mit dem Kunden, Akquise, Selbst- und Messepräsentation, Organisationsoptimierung, effizientes Unternehmensmanagement und Finanzcontrolling zu behandeln.
Sehr zufrieden mit den Ergebnissen der Erfahrungsgruppe zeigte sich neben Gudrun Thomas-Wolf vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium auch Projektleiterin Silke Eichten von der Handwerkskammer der Pfalz.
Die anwesenden Unternehmerinnen seien „das beste Beispiel, dass Frauen im Handwerk erfolgreich sind“, sagte sie und stellte ihr neues Projekt „Handwerk attraktiv Rheinland-Pfalz vor, in das Erfahrungen und Ergebnisse des Vorgängerprojekts einfließen sollen.
Ziel des neuen Projekts, das vom rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium gefördert wird, sei es, kleine und mittlere Unternehmen im Handwerk dazu zu ermutigen und dabei zu unterstützen, eine präventive und aktive Personalpolitik zu betreiben, um damit dem Fachkräftemangel zu begegnen.
Hierzu will Silke Eichten eine Erfahrungsgruppe ins Leben rufen, in der sich insbesondere Unternehmerfrauen mit der „Steigerung der eigenen Attraktivität auf dem Arbeitgebermarkt“ beschäftigen können.
Zuvor hatte die Präsidentin der Handwerkskammer Brigitte Mannert auf die wichtige Rolle von Frauen im Handwerk und auf die Bedeutung von Unternehmensgründungen durch Frauen aufmerksam gemacht.
Der Prozentsatz der selbständigen Frauen im Handwerk sei zwar in den letzten Jahren auf 25 Prozent – im Bezirk der Handwerkskammer der Pfalz sogar auf 27 Prozent – gestiegen. Das sei aber immer noch zu wenig, sagte Mannert.
Und vor dem Hintergrund, dass im Handwerk für zahlreiche Betriebe eine Nachfolgeregelung anstehe, sei es wichtig, „positive Beispiele aufzuzeigen und die Potenziale der Frauen im Handwerk zu nutzen“.
Handwerksbetriebe und Unternehmerinnen, die daran interessiert sind, sich an einer Erfahrungsgruppe zu beteiligen, erhalten weitere Informationen bei Silke Eichten, Tel.: 0621/53824-81, E-Mail: seichten@hwk-pfalz.de. (red)

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