Gerade nochmal gutgegangen: Wegen eines undichten Gefahrguttanks an einem LKW musste am Donnerstag die Bundesstraße 10/Südtangente in Karlsruhe bei Knielingen über drei Stunden lang für den kompletten Verkehr gesperrt werden.
Nach den weiteren Feststellungen bezüglich des ausgelaufenen Gefahrguts handelte es sich nicht – wie zunächst angenommen und berichtet – um Kohlenwasserstoff, sondern um ein zwar brennbares, aber eher mit Rohöl vergleichbares und daher weniger gefährliches Erdgaskonzentrat.
Der beladene Sattelzug aus dem Raum München war gegen 11.15 Uhr auf der Bundesstraße 10 in Richtung Pfalz unterwegs. Ein Verkehrsteilnehmer hatte zuvor am Tankauflieger des mit einer Gefahrguttafel versehenen Schwerfahrzeugs austretende Flüssigkeit beobachtet und über Notruf die Polizei alarmiert. Unterdessen brachte der Fahrer den Tanklastzug noch vor der nächsten Ausfahrt Nr. 10/Raffinerie in einer Haltebucht zum Stehen. Da aus einem undichten Verschluss im Heckbereich des Behälters weiter geringe Mengen der brennbaren Flüssigkeit austraten, musste von den in großer Zahl vor Ort geeilten Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr weiträumig um den Gefahrenbereich der komplette Verkehr unterbunden werden.
Dadurch ergaben sich erhebliche Behinderungen des Pendlerverkehrs aus und in Richtung Pfalz. Damit einher gingen längere Staus auf den Umleitungsstrecken, insbesondere der Bundesstraße 36 im Raum Karlsruhe wie auch auf der Südtangente bis zur Autobahnanschlussstelle Karlsruhe-Mitte. Darüber hinaus waren auch sämtliche Ost-West-Achsen in der gesamten Fächerstadt von Staus und stockendem Verkehr betroffen.
Nachdem die eingeleiteten Maßnahmen zur Abdichtung des Lecks allesamt gescheitert waren, musste das Fahrzeug zur Umladung des Gefahrguts unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen zur nahegelegenen Raffinerie begleitet werden. Die Bundesstraße 10/Südtangente war dann in Fahrtrichtung Osten gegen 14.25 Uhr wieder frei. Zur gleichen Zeit konnten auch die Beschränkungen des Bahnverkehrs aufgehoben werden.
In der Gegenrichtung war ab 14.35 Uhr zunächst nur ein Fahrstreifen wegen notwendiger Straßenreinigungsarbeiten befahrbar. Gegen 15.45 Uhr war die Strecke auf gesamter Breite wieder uneingeschränkt nutzbar.
Währenddessen ist auch die Rheinfähre von Neuburgweier auf Neuburg überlastet. Die Wartezeit wird auf zwei Stunden geschätzt. (piwoerth/ppKarlsruhe/red)

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Ich hab jetzt zwei Stunden gebraucht um vom Klinikum Karlsruhe nach Kandel zu kommen und war denke ich noch recht schnell. Ich bin mit der Rheinfähre von Neuburgweier auf Neuburg übergesetzt. Jetzt stehen dort schon genug Autos für auf jeden Fall über zwei Stunden auf beiden Seiten an.
Wir brauchen jetzt doch endlich eine zweite Rheinbrücke.