Umweltministerin Höfken in Minfeld: „Bei Regierungswechsel schwere Nachteile für die Landwirtschaft“

19. Februar 2016 | 3 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Politik regional
Umweltministerin Ulrike Höfken und Landtagskandidat Ulrich Teichmann (Beide Grüne) erläuterten ihre politischen Ziele.  Foto: v. privat

Umweltministerin Ulrike Höfken und Landtagskandidat Ulrich Teichmann (beide Grüne) erläuterten ihre politischen Ziele.
Foto: v. privat

Minfeld – Zu einem Gespräch auf den Schoßberghof hatte Ulrich Teichmann, Grünen-Direktkandidat für den Landtag (Wahlkreis Südliche Weinstraße), Ministerin Ulrike Höfken eingeladen.

Höfken, zuständig für Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten, war sichtlich begeistert über den Bioland-Betrieb des Ehepaars Groß.

Seit 2003 beitreiben die Groß´ ökologischen Landbau und versorgen mit dem Hofladen zahlreiche Familien.

Ulrich Teichmann, der durch seine Zeit bei der Umweltbewegung und später in den Stadträten Landau und Bad Bergzabern zur Politik kam, erläuterte zu Beginn seine Ziele.

Dazu gehöre auch, die Erderwärmung auf das Ziel von Paris zu begrenzen: „In Rheinland-Pfalz haben die Grünen für ein Klimaschutzgesetz gesorgt und nun gilt es, sich dafür einzusetzen.“

Staatsministerin Höfken indes sprach von einer entscheidenden Landtagswahl und wies auf die Erfolge grüner Regierungsbeteiligung hin: „Wir haben bereits jetzt 38Prozent erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz haben. Wir haben einen flächendeckenden Gewässerschutz und das Landesnaturschutzgesetz verlangt, dass 80 Prozent unserer Fläche von Gentechnik frei sein muss.“

Die bäuerliche Landwirtschaft dürfe nicht zur Agrarindustrie werden. Die Regionalvermarktung müsse erhalten und ausgebaut werden. Dazu gehöre auch die Förderung von Umwelt- und Verbraucherbildung.

„Für TTIP und CETA ist da kein Platz, da die europäische Landwirtschaft der Verlierer sein wird“, so Höfken. In den USA gebe es keine Regelungen für Antibiotika und Hormone in der Tierhaltung. TTIP würde Tierschutzrichtlinien der EU aushebeln, da in den USA praktisch kein Tierschutz existiere.

Ministerin Höfken sieht bei einem Regierungswechsel den sozial-ökologischen Wandel in Gefahr und schwere Nachteile für die Landwirtschaft. So sei das Landeswasser- und Landesnaturschutzgesetz sowie der Nationalpark von der CDU abgelehnt worden.

Höfken ging auch auf zahlreiche Fragen der Zuschauer ein und erläuterte die Position der Landesregierung.

Ursel Schmitt-Wagner, Vertreterin der Kandeler Grünen, gab der Ministerin einen schweren Einkaufskorb aus dem Hofladen mit auf den Weg zurück nach Mainz. (red/ut)

 

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3 Kommentare auf "Umweltministerin Höfken in Minfeld: „Bei Regierungswechsel schwere Nachteile für die Landwirtschaft“"

  1. Achim Wischnewski sagt:

    Nach der Wahl werden die weltfremden GrünInnen in der Oppositionsversenkung verschwunden sein.
    Und das ist gut so!
    Dann ist hoffentlich auch Schluß mit der Windrad-Verspargelung im Pfälzer Wald.

  2. Hermann Rohleder sagt:

    Den von Verspargelung betroffenen Bürgern kann nur geraten werden so zu agieren, wie es die GrünInnen bei der Atomkraft getan haben. Die hatten schließlich Erfolg, wenn auch über den Umweg der Fukushima-Volte von Dr. Merkel. Also blockieren, anketten, (……).

    • B. Werling sagt:

      Der „Teutsche Michel“ braucht immer etwas länger und die Schicksals-Keule muss etwas härter niederfahren, bis er rational denken und handeln kann; es kommt nicht von ungefähr, dass er mit Schlafmütze dargestellt wird. Aber er wird seine Energie-Lektion auch noch lernen, spätestens nach dem ersten Blackout. Selbst der Bundesregierung schwant Böses, hat sie doch schon 2011 eine Studie dazu in Auftrag gegeben. Das mehr als stetig ansteigende Risiko eines großflächigen Stromausfalls lässt sich in den Berichten der Netzagentur, Stichwort „Netzeingriffe“, nachlesen.

      Und was die Landwirtschaft angeht: der Landfraß zugunsten von Straßen und Siedlungen – ja, auch für die scheiß Windräder – geht unvermindert weiter. Scheint die GrünInnen aber überhaupt nicht zu stören, Gemüse wächst schließlich im Supermarkt oder ganz rein im Hofladen. Derweil zerfallen die alten Dorfkerne. Dafür werden die GrünInnen jedoch nie einen Blick haben, denn dazu bräuchte es Kulturbewusstsein. Haben sie aber nicht, denn „Kultur“ ist Nazi …

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