Dienstag 12.Mai 2026

Udo Lichtenthäler (Bündnis 90/Die Grünen): Einzelhandelskonzeption kontinuierlich überprüfen und fortschreiben

6. Mai 2026 | Kategorie: Landau

Udo Lichtenthäler (Bündnis 90/Die Grünen)
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express

Landau. Im Landauer Bauausschuss war am Dienstag das Thema der Bebauung des Gummi-Mayer-Geländes am Grossmarkt ein zentrales Thema. Udo Lichtenthäler (Bündnis 90/Die Grünen) meint dazu:

„Die aktuelle Diskussion um die Weiterentwicklung des Einzelhandelskonzepts zeigt vor allem eines: Wir müssen sorgfältig zwischen Kontinuität und notwendiger Anpassung abwägen. Das bestehende Konzept ist keineswegs veraltet, auch wenn seine Ursprünge bis in das Jahr 2000 zurückreichen.

Sowohl die Abgrenzung des zentralen Versorgungsbereichs als auch die zentrenrelevante Sortimentsliste wurden in den vergangenen Jahren mehrfach und teils erst kürzlich an neue Rahmenbedingungen angepasst.

Gerade vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht folgerichtig, die Einzelhandelskonzeption kontinuierlich zu überprüfen und fortzuschreiben. Ein solches Konzept bleibt ein zentrales Steuerungsinstrument für die Stadtentwicklung und hat sich in der Vergangenheit bewährt. Umso wichtiger ist es, nicht vorschnell auf Einzelfälle zu reagieren oder grundlegende Änderungen ohne fundierte Abwägung vorzunehmen.

Gleichzeitig müssen wir anerkennen, dass sich die Rahmenbedingungen verändert haben. Dies betrifft insbesondere den Bereich rund um das sogenannte Gummimeiergelände, das derzeit außerhalb der bestehenden Abgrenzung liegt. Es wäre jedoch zu kurz gegriffen, daraus abzuleiten, dass jede weitere Entwicklung dort automatisch ausgeschlossen ist. Vielmehr beobachten wir bereits eine dynamische Entwicklung im Umfeld – etwa durch neue Nutzungen, infrastrukturelle Veränderungen wie das Parkhaus sowie die veränderte Situation rund um das Deutsche Tor.

Hinzu kommt, dass für das Gummi-Mayer-Gelände selbst unterschiedliche Entwicklungsperspektiven im Raum stehen: von Wohnen über kulturelle Nutzungen bis hin zu gemischten Quartiersansätzen.

Diese Ideen haben in den politischen Gremien bereits breite Resonanz gefunden und zeigen, dass hier Potenzial für eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung besteht.
Vor diesem Hintergrund halte ich es nicht für zielführend, starre Grenzen als unverrückbar zu betrachten. Vielmehr sollten wir offen prüfen, inwieweit Anpassungen sinnvoll und städtebaulich verträglich sind.

Eine solche Diskussion muss selbstverständlich transparent und öffentlich geführt werden – das ist nicht nur legitim, sondern ausdrücklich notwendig.
Unser Ziel bleibt es, die Innenstadt zu stärken, neue Impulse zu ermöglichen und gleichzeitig eine ausgewogene Entwicklung sicherzustellen.

Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen