SÜW: Masern aufgetreten – Gesundheitsamt informiert – Stellungnahme Vinzentius-Krankenhaus

7. März 2019 | 7 Kommentare | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Regional

Typisches Masern-Ekzem.
Foto: Pfalz-Express

SÜW/Landau. In den letzten beiden Tagen sind dem Gesundheitsamt ein gesicherter und zwei weitere Verdachtsfälle für Masern  gemeldet worden. Wo genau, ist zumindest öffentlich noch nicht bekannt. Nach jetzigem Kenntnisstand könnten weitere Ansteckungen nicht ausgeschlossen werden, teilte die Kreisverwaltung Südliche Weinstraße mit. 

Achtung: Masern sind ansteckend, bevor der typische Ausschlag zu sehen ist. Die Anzeichen der Erkrankung sind unspezifisch und können sich mit Fieber, Husten oder Konjunktivitis (Bindehautentzündung) zeigen. Typisch ist ein fleckförmiger Befall der Mundschleimhaut. Wenn derartige Symptome auftreten, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Vor dem Arztbesuch – besonders bevor ein Krankenhaus oder eine Bereitschaftsdienstpraxis aufgesucht wird –  sollte man sich telefonisch ankündigen, um im Wartebereich Kontakte zu meiden. Zudem sollte der Impfpass nach Möglichkeit vorgelegt werden.

Masern sind nicht harmlos und können bei ungünstigem Verlauf bleibende Schäden hinterlassen. Besonders gefährlich sind Masern für Kinder, Schwangere und chronisch Kranke. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Lage weist das Gesundheitsamt daraufhin, den Impfschutz regelmäßig beim Hausarzt überprüfen und  fehlende Impfungen nachholen zu lassen.

Stellungnahme Vinzentius-Krankenhaus Landau

Das Vinzentius-Krankenhaus berichtet von einem gesicherten und mehreren Verdachtsfällen von Masern. In enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt Landau und dem Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz seien die notwendigen Maßnahmen umgehend ergriffen worden.

Betroffene seien sofort isoliert, Kontaktpersonen lückenlos ermittelt und entsprechend untersucht worden. Die Krankenhausleitung stehe mit allen Verantwortlichen, zusammen mit dem Hygiene-Team und den Abteilungsverantwortlichen in ständigem Austausch. Alle Mitarbeiter des Krankenhauses seien informiert und „vorbereitet, entsprechend zu reagieren“. (kv-süw/red)

 

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7 Kommentare auf "SÜW: Masern aufgetreten – Gesundheitsamt informiert – Stellungnahme Vinzentius-Krankenhaus"

  1. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    „In Deutschland sind im abgelaufenen Jahr etwa dreimal so viele Menschen an Masern erkrankt wie 2016. Das geht aus Daten des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI) hervor.“

    „Mit 520 Masern-Fällen am stärksten betroffen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Ein starkes „Ausbruchgeschehen“, wie es die Fachleute nennen, gab es in den Städten Duisburg (332) und Essen (53), vor allem im ersten Halbjahr.“

    – Quelle: Stern, 08. Januar 2018 09:58

    • Hans Maier sagt:

      Danke für das Teilen der Informationen. Ich möchte gerneauch noch etwas dazu beitragen:…

      (Laut AGB sind externe Links verboten – die Red.)

  2. Cindys sagt:

    Dank unserer lieben impfgegnern…..

  3. Maxim V. sagt:

    Interessant wäre in diesem Zusammenhang, ob es sich hierbei um einen immunsupressiven Patienten der nicht geimpft werden konnte oder um renitenten Impfgegner handelt. Bei Letzterem würde sich mein Mitleid in Grenzen halten.

    • Hans Maier sagt:

      Nix für ungut, aber: “ immunsupprimierten Patienten“ 🙂
      Aber im Ernst: Jeder sollte bei diesem Thema kurz in sich gehen und sich überlegen, ob er sich impfen lässt, um sich und vor allem seine Mitmenschen zu schützen.
      Die letztendliche Entscheidung liegt aber bei jedem selbst.

      • Maxim V. sagt:

        Was stört Sie denn bei „immunspprimierten Patienten“ konkret? Zwar können Totimpfstoffe bei immungeschwächten Patienten gemäß den STIKO-Empfehlungen gegeben werden, ein Impfrisiko besteht nicht. Jedoch kann je nach Ausprägung der Immundefizienz oder Immunsuppression die Impfantwort reduziert sein oder ausbleiben. Die S3 Leitlinien können Sie sich natürlich selbst heraussuchen bzw. mit Ihrer fundierten medizinischen Ausbildung mich anderweitig belehren.

        Eine MMR Impfung ist für medizinisches Personal bereits Pflicht. Viele Kindergärten und Schulen führen diese langsam ein. Ich wäre dafür, dass Impfkritiker mit den Konsequenzen ihres infantilen Verhaltens konfrontiert gehören, d.h. die Behandlungskosten aus eigener Tasche bezahlen müssen.

      • Maxim V. sagt:

        Falls Sie natürlich meinen „Immunsupressive Patienten“ wäre grammatikalisch falsch, dann bitte ich das zu entschuldigen. In wiss. Publikationen ist immer von „immunospressed patients“ die Rede und habe mir daher angewohnt, dass so ins Deutsche zu übersetzen. Am Ende ist es doch wurscht, hauptsache man versteht den Kontext 😉

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