Sonntag, 07. August 2022

Südwestpfalz-Grüne kritisieren grüne Landesministerin

2. Juni 2022 | Kategorie: Politik regional, Südwestpfalz und Westpfalz

Dr. Björn Hayer, Co-Vorsitzender des Kreisverbandes Südwestpfalz von B90/Grüne.
Foto: B. Hayer

Südwestpfalz. Der Kreisverband Südwestpfalz von Bündnis 90 / Die Grünen kritisiert die Rheinland-Pfälzische Ministerin Katrin Eder (B90/Grüne).

Die im Kabinett von Malu Dreyer für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität zuständige Parteifreundin hätte in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ (Ludwigshafen) behauptet, dass man im Dahner Felsenland besser von A nach B käme als im Norden von Rheinland-Pfalz. Aus Sicht von B90/Grüne Südwestpfalz habe sie damit unterstellt, es bestehe eine ausreichende bis gute Aufstellung des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) in der Südwestpfalz. „Dieser Aussage widersprechen die kommunalen Grünen mit großer Entschiedenheit“, macht Co-Kreisvorsitzender Björn Hayer deutlich.

„Die unpässlichen und ungeschickten Äußerungen der Ministerin zeigen mir, dass sie sich in einer Art Mainzer UFO bewegt und nichts über die echten Lebensbedingungen der Menschen vor Ort weiß“, schließt sich Marc Sadowski an, der andere Co-Vorsitzende dieses Kreisverbandes. Er könne Katrin Eder nur einladen, einmal selbst Bus und Bahn zwischen Waldfischbach-Burgalben, Fischbach, Hauenstein, Eppenbrunn und Busenberg zu nutzen, um die Lage etwas adäquater einschätzen zu können.

Die örtlichen Grünen würden sich seit Jahren für eine Modernisierung der Wieslauterbahn, eine bessere Zugverbindung nach Pirmasens und Landau sowie ein zeitgemäßes Mobilitätskonzept einsetzen, sagen die beiden Kommunalpolitiker. Dennoch habe sich trotz mehrfacher positiver Signale seitens des Landes in dieser Hinsicht bis heute nichts getan. „Daher bekräftigt der Kreisverband erneut seine Forderungen für eine Finanzierung und konzeptionelle Unterstützung des ÖPNV, insbesondere für die Wieslauterbahn durch die Landesregierung beziehungsweise das Grün geführte Mobilitäts-Ministerium“, betonen die Politiker.

„Ergänzend möchte ich bemerken, dass wir auch den Stil der Ministerin kritisieren“, fügt Björn Hayer an. „Auf Anfragen mehrerer Mitglieder, unter anderem zu den Themen Mobilität, Waldpolitik und Jagdgesetznovellierung, kam nicht einmal eine Antwortmail von Eder, die ihren Posten nicht zuletzt ja der Partei zu verdanken hat. Ihr Amtsverhalten zeugt sichtlich von einem ‚Par Ordre Du Mufti‘-Amtsverständnis, das den Ansprüchen einer basisdemokratischen Partei nicht Rechnung trägt und schlichtweg respektlos ist.“

„Auch wenn Mainz die Nöte vor Ort nicht erkennen will, verspricht Bündnis 90 / Die Grünen Südwestpfalz den Bewohnern der Region, sich weiter für eine zukunftsfeste Mobilität in der Region einzusetzen“, versichert Hayer. (Werner G. Stähle)

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