Mittwoch, 25. November 2020

Stadtbahn: Ab 2015 werden Kommunen entlastet – Betriebskosten von ZSPNV übernommen

11. April 2014 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim

Großer Bahnhof bei der Stadtbahneröffnung im Jahr 2010.
Foto: KV GER

Kreis Germersheim – Die Bürger und Kommunen dürfen bald mit Verbesserungen im Bahnverkehr rechnen.

Bei der Verbandsversammlung des ZSPNV (Zweckverband Schienen Personen Nahverkehr) Ende März in Neustadt wurde beschlossen, dass der ZSPNV Süd unter Beibehaltung des bisherigen Fahrplans den kommunalen Anteil von 760.000 Euro im Jahr ab Dezember 2014 übernimmt.

Das teilte Landrat Dr. Fritz Brechtel in einem Brief an die Bürgermeister der an der Stadtbahnstrecke Germersheim-Wörth liegenden Kommunen, für die die Vereinbarung ab 2015 eine finanzielle Entlastung bedeutet.

 

Hintergrund/Details:

In der Grundsatzvereinbarung über die Planung, Bau, Betrieb und Finanzierung einer Stadtbahn zwischen Wörth und Germersheim vom 4. April 2008 wurde geregelt, dass die beteiligten Gebietskörperschaften die Finanzierung der über die Bedienung im Stundentakt hinausgehenden Kosten für den Stadtbahnbetrieb als Anschubfinanzierung in Höhe von bis zu 760.000,00 Euro/Jahr für die ersten fünf Jahre übernehmen. Ab dann sollten die Betriebskosten komplett vom ZSPNV übernommen werden.

 Die Finanzierungsanteile der Kommunen entsprechen dem Aufteilungsschlüssel bei den Fahrzeugkosten. Der Landkreis Germersheim beteiligt sich bei den Betriebskosten zu einem Drittel. Demnach leisten die Kommunen seit Bestehen der Stadtbahn im Sinne einer Anschubfinanzierung einen jährlichen Beitrag, der je nach Kommune zwischen 62.000 und 165.000 Euro liegt. Der jährliche Beitrag des Landkreises beträgt 253.000 Euro.

„Mein besonderer Dank gilt allen beteiligten Kommunen für ihr besonderes Engagement am Projekt Stadtbahn. Nach der Kürzung der Regionalisierungsmittel haben die Gebietskörperschaften die entstehenden Finanzierungslücken bei der Fahrzeugbeschaffung und den Betriebskosten geschlossen. Ohne diese Anschubfinanzierung wäre die Realisierung der Stadtbahn zwischen Wörth und Germersheim nicht möglich gewesen“, so Landrat Dr. Fritz Brechtel, der sich auch beim ZSPNV Süd für seine Vertragstreue bedankt.

„Auch wenn die Stadtbahn sicherlich angesichts der besonderen Umstände in dem einen oder anderen Detail noch optimierungsfähig ist, zeigt sich jedoch allgemein, dass die Stadtbahn von den Menschen hervorragend angenommen wird. Insgesamt stellt die Stadtbahn eine herausragende Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur im Landkreis Germersheim dar mit bereits deutlich zu erkennenden positiven regionalen Auswirkungen“, betont Landrat Brechtel, der allen Beteiligten für ihre Unterstützung dankt. (bs/red)

 

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