
Die Polizei hat noch immer zu wenig Personal, trotz gestiegener Anforderungen.
Sujetbild: Pfalz-Express/Licht
Mainz – In der Landeshauptstadt ist am Freitag die Sicherheitskonferenz der Landesregierung zu Ende gegangen.
Eingeladen hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die alle mit Sicherheit befassten Behörden und Politiker an einem Tisch haben wollte.
Mit dabei waren Vertreter der Polizei, des Landeskriminalamts und des Verfassungsschutzes. Von der Koalition diskutierten Innenminister Roger Lewentz (SPD), Justizminister Herbert Mertin (FDP) und Integrationsministerin Anne Spiegel (Grüne) mit den Behördenvertretern.
Unter anderem wurde besprochen, ob es in Rheinland-Pfalz Sicherheitslücken gibt. Diese bestehen offenbar teilweise, denn künftig sollen 60 Beamte mehr bei Polizei und Verfassungsschutz für die Bereiche Gefährder-Überwachung (Observation), Gefährdungsbeurteilung, Internet-Aufklärung, Auswertung und Entschärferdienst tätig sein werden. Auch die Zusammenarbeit unter den Behörden soll verbessert werden.
Außerdem seien „konkrete Schritte“ vereinbart worden, um Abschiebungen schneller voranzubringen, so SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer.
Auch Präventionsprojekte sollen ausgebaut werden, um Radikalisierungen frühzeitig zu erkennen. Dabei achte die Ampelkoalition die Prinzipien des freiheitlichen Rechtsstaats: „Der Staat zeigt Härte im Kampf gegen seine Feinde, und er verliert nicht jedwedes Augenmaß“, so Schweitzer.
Der polizeipolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Schwarz, teilte mit, dass zwei weitere Observationsgruppen gebildet würden. Damit gibt es nun acht solcher Gruppen in Rheinland-Pfalz.
Wichtig sei auch die geplante Änderung des Polizei- und Ordnungsbehördengesetz. Damit könnten etwa Plätze und Straßen bei Gefahrenpotenzial „örtlich oder zeitlich begrenzt“ durch Videokameras überwacht werden.
Als „Sofortmaßnahmen“ kündigte die Landesregierung die Anschaffung mobiler Kennzeichenlesegeräte, weiterer Bodycams und die Modernisierung der Maschinenpistolen an. Außerdem soll die Überprüfung von Ausweisdokumenten in Polizeifahrzeugen verbessert werden.
GdP erwartet klares Bekenntnis zur Inneren Sicherheit und personellen Stärkung
Indes kritisiert die Gewerkschaft der Polizei einen wesentlichen Punkt im Plan der Koalition. Der „permanente Hinweis“ auf jeweils 500 Einstellungen pro Jahr bis 2021 reiche nicht aus, um den aktuellen Sicherheitsbelangen Rechnung zu tragen, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Heinz-Werner Gabler.
So könne beispielsweise der Großeinsatz in Mainz zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2017 nur bewältigt werden, indem Urlaubssperren ausgesprochen würden. Das hänge ebenfalls mit dem weiteren Absinken der Personalzahlen im Jahr 2017 zusammen. Laut Auskunft des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage sinkt die Polizeistärke im Jahr 2017 um 100 Vollzeitstellen gegenüber dem Vorjahr.
Die GdP könne nicht nachvollziehen, dass Anträge auf Verlängerung der Lebensarbeitszeit von arbeitsfähigen und arbeitswilligen Kollegen derzeit nicht bearbeitet würden, so Gabler weiter: „Die Absicht, die Anzahl der Verlängerungen zu reduzieren, um die wegen der Flüchtlingskrise noch vor kurzem händeringend geworben wurde, ist absolut unverständlich.“
Auch die Ankündigung der Landesregierung, bei der Polizei 50 Tarif- und Verwaltungsstellen abbauen zu wollen, löst bei der GdP ein Kopfschütteln aus. Diese Arbeit müsse dann künftig auch noch von Polizisten erledigt werden, die dann nicht mehr für die Herstellung von Sicherheit und Ordnung zur Verfügung stünden. Die GdP fordert im Gegenteil mehr Tarifpersonal einzustellen.
Von dem heutigen Sicherheitstreffen müsse ein klares Signal ausgehen, den Personalabbau zu stoppen, sagte Gabler. Die GdP-Forderung nach 10.000 Polizisten bedürfe einer Neubewertung der derzeit festgelegten Einstellungszahlen. (red/cli)

Diesen Artikel drucken



Mainz – Der bundesweite Personalmangel auf den Stellwerken der Bahn, der schon seit Tagen den Zugverkehr rund um den Eisenbahnknotenpunkt Mainz weitgehend ...
Neustadt/Speyer/Mainz – Die Landesregierung plant die Essenszuschüsse für die Studierendenwerke in Rheinland-Pfalz massiv zu kürzen. Die Kürzung um 584.000 Euro pro Jahr ...
Germersheim – Beschäftigte der Polizeiinspektion haben bei einer Info-Aktion während der Mittagspause auf ihre Forderungen in der aktuellen Tarif- und Besoldungsrunde aufmerksam ...
Dresden- Die Deutsche Polizeigewerkschaft Sachsen hat die neue Verordnung für Waffenverbotszonen in Sachsen kritisiert. Reinhard Gärtner, Sprecher der Deutschen Polizeigewerkschaft Sachsen, sagte ...
Rheinzabern/Mainz – Die SPD-Abgeordnete aus dem Kreis Germersheim, Barbara Schleicher-Rothmund, ist am Mittwoch mit breiter Mehrheit zur künftigen Bürgerbeauftragten von Rheinland-Pfalz und zur ...
Rheinland-Pfalz – Umfassende Investitionen sowohl in technische Ausrüstung und eine Aufstockung des Personals sind dringend notwendig für die rheinland-pfälzische Polizei. Das sagte ...
Berlin – Angesichts der zahlreichen Polizeieinsätze in der Flüchtlingskrise hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Bundesregierung scharf kritisiert. Das Krisenmanagement sei ...
RLP – Der „Danke-Polizei-Tag“ findet 2017 – der angelsächsischen Tradition folgend – am Samstag, 16. September, statt. An diesem „“Say thank you ...
Rheinland-Pfalz – Die Zahl der Straftaten ist 2013 in Rheinland-Pfalz mit 267.441 auf den niedrigsten Stand der vergangenen zwölf Jahre zurückgegangen. ...
Mainz – Vor der anstehenden Straßenfastnacht informiert die rheinland-pfälzische Polizei flächendeckend Flüchtlinge über die „tollen Tage“. Mit einem mehrsprachigen Hinweisflyer sollen wichtige ...
Rheinland-Pfalz – In Rheinland-Pfalz soll es bald Winter- oder Pfingstferien geben soll. Der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium, Hans Beckmann (SPD), stellte die ...
Mainz – Justizminister Herbert Mertin hat am Freitag die Strafverfolgungsstatistik für das Jahr 2016 vorgestellt. In dieser werden alle rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren ...














Und wer ist nach der Meinung von SPD-Fraktionschef Alexander Schweitzer der Feind des Staates?
Jemand der seinen Strafzettel nicht bezahlt hat?
Jemand der mit Entscheidungen von Behörden nicht einverstanden ist.
Ist doch alles pure Polemik verbunden mit der Befürchtung weitere Stimmen zu verlieren.
Oh, jetzt bin ich wohl auch ein Staatsfeind!
Schon seltsam, dass die SPD einerseits staatsgefährdende Gruppen („Antifa“, „Netzwerk gegen Recht“) unterstützt und auch mit einer Partei, die als ihr Ziel „die Verwirklichung des Kommunismus“ – nach dem es mit dem „realexistierenden Sozialismus“ ins Chaos ging – angibt, gemeinsame Sache macht.
Andererseits gibt die SPD vor, den Staat gegen seine Feinde verteidigen zu wollen.
Das klingt irgendwie total orientierungslos!
Ja, bei der SPD sitzen die größten Heuchler Deutschlands. Meines Erachtens muss man sich schon entscheiden, ob Deutschland ein Rechtsstaat bleiben soll, dann muss man selbstverständlich auch die Polizei und unsere Polizisten besser ausstatten, unterstützen und finanzieren, oder ob der Kurs weiter dahin gehen soll, dass die SPD die Antifa, die den Rechtsstaat und die Polizei bekämpft, weiter finanziert. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Grünen, deren Pharisäertum offensichtlich ist. In den Reihen der Roten und Grünen sitzen die größten Populisten, die ihre Meinung täglich ändern, gerade so, wie es für sie am vorteilhaftesten ist.