Berlin – Nach dem Rücktritt von Martin Schulz als SPD-Chef hat Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz dieses Amt kommissarisch übernommen.
Er sei als dienstältester Parteivize darum gebeten worden, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Dienstagabend in Berlin. Sowohl im Parteivorstand als auch im Präsidium sei Andrea Nahles einstimmig als Kandidatin für den Parteivorsitz nominiert worden, so Klingbeil. Enthaltungen habe es nicht gegeben.
Sie werde nun für die Große Koalition werben, sagte Nahles mit heiserer Stimme am Dienstagabend. Der Koalitionsvertrag könne sich sehen lassen und trage eine sozialdemokratische Handschrift, so die SPD-Bundestagsfraktionschefin.
Gleichzeitig verspreche sie, dass sie für eine Erneuerung der SPD sorgen werde. „Mein Schicksal verknüpfe ich mit gar nichts“, antwortet Nahles auf die Frage, ob sie im Falle eines Scheiterns des Mitgliedervotums doch nicht antrete. (dts Nachrichtenagentur)

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Teil 1:
Dr. Konrad Adam
Facebook: 15.02.18
Es ist schwer, etwas Gutes über die SPD zu schreiben. In einer Handvoll Jahren acht Parteivorsitzende zu verschleißen; den Mann, den sie erst kürzlich mit einem Traumergebnis zum Kanzlerkandidaten bestimmt hatten, gnadenlos fallen zu lassen; die Frau, die mindestens fünf der acht Vorsitzenden gemeuchelt hat, zur Nachfolgern zu ernennen und, weil die Basis das Ernennen nicht liebt und auf Mitbestimmung besteht, für die Zwischenzeit einen kommissarischen Chef zu bestellen: alles das zeigt, dass die Partei zur Regierung unfähig ist.
Teil 2:
Dr. Konrad Adam
Facebook: 15.02.18
Nur wenn man auf die CDU blickt, fällt das Urteil über die SPD etwas günstiger aus. Denn die Union ist unter Angela Merkels energischer Führung noch ärmer dran als die Sozialdemokraten. Immerhin kann die SPD noch wählen, sich jedenfalls einbilden, die Wahl zwischen diesem und jenem zu haben. Die CDU kann das nicht mehr, ihr Personaltableau ist restlos erschöpft. Männer die Volker Kauder oder Peter Altmaier wollen vielleicht nach oben, schaffen es aber nicht, Leute wie Jens Spahn oder Julia Klöckner wollen vielleicht, trauen sich aber nicht. Arme CDU!
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In den noch „Volksparteien“ herrscht nur noch Duckmäusertum, Futterneid, Postengeschacher, Lug u. Trug u. Aufgabe aller Werte für den Machterhalt!