
Tanzende Tollitäten auf Rheinzaberns Hauptstraße.
Fotos: Beil
Rheinzabern – Es hat schon schöneres Fasenachtsdienstagwetter gegeben als heuer, dennoch ließen sich die eingefleischten Narren nicht vom Feiern abhalten.
Höhepunkt am Vormittag war der Sturm aufs Rathaus, nachdem zuvor die beiden KiTas vom Prinzenpaar mit seinem Hofstaat in „Anarchie“ versetzt worden waren. Beim Sturm aufs Rathaus wurde Ortsbürgermeister Gerhard Beil kurzerhand entmachtet. Er beugte sich der normativen Kraft des Faktischen und verkündete sogar in einer Proklamation auf der Rathaustreppe seine eigene Absetzung.
Dass anschließend die neuen Regenten die närrische Monarchie ausriefen, versteht sich von selbst. Dem Tanz auf der Straße folgte am Nachmittag ein närrisches Defilee durch die Hauptstraßen des Römerdorfes – ein wahrer Triumpfzug für die Tollitäten.
Man muss schon närrisch sein, bei solcher Witterung zu feiern, meinte der OB bei der Begrüßung der Zuschauer vom Rathausbalkon herab. Die Gäste ließ man aber nicht einfach im Regen stehen, sondern sie wurden von einem Umzug entschädigt, der an Ideenreichtum, Farbenpracht und Abwechslung kaum zu übertreffen war.
Und selten waren so viele Gruppen und Teilnehmer am Start. Bunte Fußgruppen, schöne Wagen und vor allem ein fröhliches Umfeld ohne negative Nebenerscheinungen machten den Regennachmittag zum Erfolg. Und wenn auch die Zuschauerzahlen sich in Grenzen hielten, so hatten die Aktiven dennoch Freude, weil sie – bedingt durch den Zugverlauf – sich beim Gegenverkehr sehen konnten und somit entschädigt wurden.
Während in der Turn- und Festhalle der Ausklang begann, traf sich im Kleinen Kulturzentrum das Preisgericht. Die Jury war nicht zu beneiden und machte es sich nicht leicht mit der Bewertung der Zugteilnehmer.
Um Mitternacht hieß es dann „Kappen ab!“, was mit Wehleid und so mancher Träne verbunden war. Die Fünfte Jahreszeit im Römerdorf ist vorbei. Der Alltag hat die Narren wieder. Sie können zufrieden sein über eine erfolgreiche Kampagne im Jahr Eins nach dem Jubiläum 6×11. (gb)


Farbenpracht und Fröhlichkeit waren Trumpf beim Umzug in Rheinzabern.

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