
Der Reichstag in Berlin. Bislang gibt es unterschiedliche Meinungen zum Ort einer Gefallenen-Gedenkstätte. Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Der Bundestag plant eine neue Gedenkstätte für gefallene Bundeswehr-Soldaten in der Nähe des Reichstagsgebäudes in Berlin.
Nach Informationen der „Bild-Zeitung“ hat der Verteidigungsausschuss eine interfraktionelle Arbeitsgruppe beauftragt, bis zum Sommer 2013 entsprechende Vorschläge zu erarbeiten. Anlass dafür ist die sukzessive Auflösung der deutschen Feldlager in Afghanistan. Für die dort errichteten Ehrenhaine muss in Abstimmung mit den Angehörigen der gefallenen Bundeswehr-Soldaten ein geeigneter Ort gesucht werden.
Die verteidigungspolitische Sprecherin der FDP im Bundestag, Elke Hoff, plädierte dafür, auch unabhängig von den Ehrenhainen eine Gedenkstätte unmittelbar am Parlament einzurichten. „Als Deutscher Bundestag müssen wir Flagge zeigen“, sagte Hoff. „Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Wir entscheiden nicht nur über ihren Einsatz, sondern stellen uns den Konsequenzen.“
Ähnlich äußerte sich auch Grünen-Verteidigungsexperte Omid Nouripour. „Die Gedenkstätte gehört in die Nähe des Parlaments. Wir müssen einen Ort gestalten, an dem wir den Opfern der Bundeswehr-Einsätze angemessen gedenken, uns aber auch mit dem Sinn dieser Einsätze kritisch auseinandersetzen können.“
Seit September 2009 gibt es bereits eine zentrale Gedenkstätte der Bundeswehr auf dem Gelände des Verteidigungsministeriums in Berlin. Die Entscheidung des damaligen Verteidigungsministers Franz Josef Jung (CDU), das Ehrenmal im sogenannten Bendler-Block zu errichten, war allerdings bereits damals auf heftige Kritik gestoßen. „Eine Gedenkstätte, die weder öffentlich noch bekannt ist, kann ihren Zweck nicht erfüllen“, sagte Nouripour.
Der Bundeswehrverband plädierte hingegen dafür, die Gedenkstätte am Verteidigungsministerium noch zusätzlich aufzuwerten und dort auch die Ehrenhaine aus Afghanistan aufzustellen. Das sei der „richtige Ort“, um den gefallenen Soldaten zu gedenken, sagte Verbandschef Ulrich Kirsch. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken

Köln – Am 8. Mai gegen 17:10 Uhr traf ein Airbus der Luftwaffe mit dem am 4. Mai in Afghanistan gefallenen Soldaten ...
Berlin – Der Bundestag hat grünes Licht für eine Verlängerung und Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr gegeben. 480 Abgeordnete stimmten am Donnerstag ...
Berlin – Der Bundestag hat am Donnerstag einer neuen Ausbildungsmission der Bundeswehr in Afghanistan zugestimmt. 473 Abgeordnete votierten für den Einsatz, 102 ...
Berlin – Der Bundestag hat am Donnerstag mit großer Mehrheit die Entsendung deutscher Soldaten nach Mali gebilligt. Das gab Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse ...
Berlin – Der außen- und sicherheitspolitische Experte der Grünen im Bundestag, Omid Nouripour, befürwortet die geplante Ausweitung und Verlängerung des Bundeswehrmandats am ...
Berlin – Die Bundeswehr hat die Abreise eines Erkundungsteam in die Ostukraine vorerst gestoppt. Nach einem Bericht von „Bild“ sind die dafür ...
Berlin – In Afghanistan ist ein Bundeswehr-Soldat ums Leben gekommen. Der Mann sei am frühen Donnerstagmorgen im Feldlager Masar-i Scharif schwer ...
Kabul – Das afghanische Parlament hat den Sicherheitsabkommen mit den USA und der Nato zugestimmt und damit den Weg für einen internationalen ...
Germersheim – Das Luftwaffenausbildungsbataillon gedachte am Volkstrauertag zusammen mit der Stadt der Toten der Weltkriege und der Gefallenen der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen. ...
Berlin – Der Bundestag hat am Donnerstag die Beteiligung bewaffneter deutscher Streitkräfte an der EU-Mission gegen Menschenschmuggel im Mittelmeer beschlossen. 450 Abgeordnete ...











