Freitag, 24. September 2021

Neue Infekt-Ambulanz in Landau in Betrieb genommen: Entlastung für niedergelassene Ärzte sowie Notfallambulanzen

Rund-um-die Uhr für Fieberpatienten da

11. Dezember 2020 | Kategorie: Landau, Regional

OB Thomas Hirsch, Landrat Dietmar Seefeldt, Dr. Volker Thorn, Vorsitzender der ärztlichen Kreisvereinigung Landau-Südliche Weinstraße, Dr. Albrecht Diehl, stellvertretender Vorsitzender der ärztlichen Kreisvereinigung Landau-Südliche Weinstraße, Dr. Joachim Gilly, stellvertretender Geschäftsführer des Vinzentius-Krankenhauses, und Arkadius Adamczyk, Kommunalberater bei der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (v.l.n.r.) bei der Vorstellung der neuen Infekt-Ambulanz.
Fotos: Pfalz-Express/Ahme

Landau/SÜW-  Corona-Pandemie: Der Landkreis Südliche Weinstraße und die Stadt Landau gehen einen weiteren Weg zu deren Bekämpfung.

Das gemeinsame Diagnosezentrum in Landau wird um eine Infekt-Ambulanz für Bürger der Stadt Landau und des Landkreises Südliche Weinstraße ergänzt, wobei auch Bürger aus dem Landkreis Germersheim das Angebot nutzen können.

Die Ambulanz in Trägerschaft der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, der Stadt Landau und des Landkreises Südliche Weinstraße soll die Hausärzte und die Notfallambulanzen der Krankenhäuser entlasten und zusätzliche Anlaufstelle für Menschen mit Fieber und Infektsymptomen sein.

Untergebracht ist die Infekt-Ambulanz auf dem Gelände des Vinzentius-Krankenhauses in Landau.

Vinzentius-Krankenhaus in Landau

Anlässlich der Inbetriebnahme fand am Freitag ein gemeinsamer Pressetermin mit OB Thomas Hirsch, Landrat Dietmar Seefeldt und Dr. Volker Thorn, dem Vorsitzenden der ärztlichen Kreisvereinigung Landau-Südliche Weinstraße, statt, bei dem die Verantwortlichen die Bedeutung der Einrichtung betonten.

„Ganz besonders in der bevorstehenden Zeit rund um Weihnachten und Neujahr, in der viele niedergelassenen Ärzte ihre Praxen geschlossen haben, ist es wichtig, eine zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Fieber und Infektsymptomen zu haben“, erklären Hirsch, Seefeldt und Thorn.

Mit der Infekt-Ambulanz, die sich in unmittelbarer Nähe zum ärztlichen Bereitschaftsdienst auf dem Gelände des Vinzentius-Krankenhaus befindet, habe man eine neue Einrichtung, die das bisherige Angebot zur Versorgung der Menschen ergänze, eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung gewährleiste und in der Patienten mit Symptomen „einfach und sicher behandelt werden können.“

Ärztliche Bereitschaftspraxis im Vinzentius-Krankenhaus.

„Wir haben eine schwierige Situation in den letzten Tagen“, so Hirsch. Möglichst einheitliche Regelungen würde sich der Stadtchef wünschen. „Es geht nicht nur um Covid 19, sondern darum, stationäre Versorgungsstrukturen für Notfälle frei zu halten.“

Auch Dr. Gilly, stellvertretender Geschäftsführer des Vinzentius´, betont, wie wichtig es auch für sein derzeit voll belegtes Haus sei, dass für stationäre Patienten und „übliche Krankheiten“ genügend Betten vorhanden seien.

Arkadius Adamczyk, Kommunalberater bei der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz, die organisatorische Hilfe leistet, betont die „hervorragende Mitarbeit der Kommunen“ und zollt der Arbeit der Ärzteschaft in dieser Zeit enorme Anerkennung: „Ich ziehe den Hut vor den Ärzten“.

Erste Anlaufstelle bleiben jedoch die niedergelassenen Ärzte, die spezielle Corona-Sprechstunden anbieten und auf der Webseite der kassenärztlichen Vereinigung unter www.kv-rlp.de/patienten/wegweiser-coronavirus/corona-anlaufstellen gelistet sind.

Außerhalb der Öffnungszeiten der niedergelassenen Ärzte können Patienten mit dringend behandlungsbedürftigen Infekt-Symptomen in der Ambulanz vorstellig werden. Um Terminvereinbarung über die Service-Nummer der kassenärztlichen Vereinigung 116 117 wird gebeten. (desa/stadt landau)

 

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