Mittwoch, 23. Oktober 2019

Nationaler Waldgipfel: Klöckner stellt Pläne gegen Waldsterben vor

22. September 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Julia Klöckner
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Kurz vor dem „Nationalen Waldgipfel“ am Mittwoch hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ihre Pläne zur Bekämpfung des Waldsterbens vorgestellt.

„Wir haben ein großes Paket zur Rettung des Waldes geschnürt“, sagte Klöckner der „Bild am Sonntag“. So solle es staatliche Unterstützung für Waldbesitzer nur geben, wenn diese bestimmte Vorgaben einhalten.

„Wir wollen, dass der nachhaltige Waldumbau konsequent fortgeführt wird, aber auch Prävention gegen ausbreitende Waldbrände mit zum Beispiel Löschteichbauten beachtet wird. Unsere staatliche Unterstützung sieht Regeln und Empfehlungen vor für Baumarten, die klimastabiler sind und zum Standort passen“, so die CDU-Politikerin weiter.

Vor allem Besitzer von kleinen Waldflächen können künftig mit mehr staatlicher Hilfe rechnen. „Wir wollen auch die Kleinstprivatwaldbesitzer, die nur wenige Hektar Wald haben, unterstützen, damit sie ihren Wald fit für den Klimawandel machen können“, sagte Klöckner.

Bei der Schadholzbeseitigung könnten die Länder die Hilfe der Bundeswehr anfordern. Außerdem soll das Jagdrecht geändert werden. „Wald und Wild müssen in einer guten Balance sein. Jäger sollen – je nachdem, wie es in der Region aussieht – mehr jagen dürfen, um zu verhindern, dass junge Setzlinge vom Wild gefressen werden“, so die Landwirtschaftsministerin.

Zudem will die CDU-Politikerin eine Offensive für die grünen Berufe im Wald starten: „Wir haben jetzt schon Engpässe bei den Förstern in einigen Regionen“, sagte Klöckner.

Sie kritisierte auch die Rodung von Bäumen für Windräder: „Dass heute gesunder Wald gerodet wird, um Platz für Windräder zu machen, halte ich für problematisch. Das Kleinklima im Wald wird damit gestört, wichtige Waldflächen gehen verloren. Wir brauchen jeden Baum.“

Am Nationalen Waldgipfel am Mittwoch nehmen über 200 Experten teil, angefangen von Wissenschaftlern, Waldbesitzern und Förstern über Vertreter der Bundesländer und Umweltverbände bis hin zu Jagdverbänden, Baumschulen und Holz-Transportunternehmen. (dts Nachrichtenagentur/red)

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