
V.li.: Tobias Tolkmitt und Jaqueline Ullemeyer (JU Kreis Germersheim), Charmaine Beyer und Johannes Becker von der JU Südliche Wenstraße.
SÜW – Zu Beginn des am 5. April startenden Nachwuchsförderprogramms der CDU Rheinland-Pfalz hat die Redaktion der JU SÜW zurückgeschaut: Wie empfanden die Teilnehmer des vergangenen Programms rückblickend ihr mitwirken? Und was geben Sie den neuen „jungen Wilden“ mit?
Der Kreisvorstand der Jungen Union Südliche Weinstraße sprach mit Johannes Becker, Klingenmünster und Charmaine Beyer, Edenkoben.
Charmaine, vor zwei Jahren begann das Nachwuchsförderprogramm. Was hast du dir davon erhofft?
Charmaine: Politik gibt die Möglichkeit meine Wünsche und Ideen einzubringen und aktiv an Entscheidungen mitzuwirken. Ich erhoffte mir, im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms mehr Hintergrundwissen zu politischen Entscheidungen zu erlangen. Das theoretische Know-How aber auch praktische Inspirationen für den politischen Alltag waren für mich dabei von großer Bedeutung.
Wurden deine Vorstellungen erfüllt?
Charmaine: Durch eine gute Mischung aus Seminaren und praktischen Arbeiten ( z.B. Praktikum ), konnte ich viele Einblicke, sowohl in theoretischer als auch in praktischer Form erlangen. Das vermittelte Wissen ist ein Lehrbuch par Excellence für die politische Arbeit. Summierend kann ich sagen, dass meine Erwartungen mehr als erfüllt wurden.
Was hast du aus der Zeit an fachlicher Kompetenz mitgenommen?
Charmaine: Im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms wurden viele mehrtägige Seminare zu den unterschiedlichsten Themen angeboten. Die jeweiligen Referenten waren stets etablierte Spezialisten in ihrem Fachgebiet. Dies gab mir die Möglichkeit viele Facetten des politischen Spektrums besser kennenzulernen und mein Wissen in diesen Bereichen z.B. in der Kommunalpolitik zu erweitern.
Du bist auch Medienreferent im Bezirksverband der JU. Konntest du für deine Methodik der dortigen Arbeit Erkenntnisse gewinnen?
Johannes: Als Medienreferent im Bezirk ist das Aufgabenfeld mit Webarbeit und dem Erstellen von Texten doch recht überschaubar. Für diese Bereiche im Speziellen konnte ich kaum etwas mitnehmen, was aber auch nicht Aufgabe des Nachwuchsförderprogrammes ist. Vielmehr habe ich davon profitiert, dass ich einen großen Kreis junger Politiker persönlich kennenlernen durfte, mit denen ich nun auch auf Bezirksebene mehr und mehr zusammenarbeite.
Welche Erfahrungen kannst du direkt in die Verbandsarbeit einbringen?
Johannes: Wir profitieren vor allem vom Netzwerk, dass wir uns im Laufe des Nachwuchsförderprogramms ganz nebenbei aufgebaut haben. Auch die Arbeit in den Verbänden profitiert davon, wenn man Verbindungen hat, die sich in alle Regionen unseres Bundeslandes erstrecken.
Findest du, dass der Weg in der CDU nun einfacher ist?
Johannes: Das ist schwer zu beantworten. Ein Teilnehmer, der fest vorhat seinen Weg in der Politik zu machen, wird es durch geknüpfte Kontakte und erlernte Skills sicherlich einfacher haben. Ich persönlich lasse die Dinge in dieser Hinsicht einfach auf mich zukommen und würde daher – meine Person betreffend – nicht behaupten, dass mein Weg in der CDU nun einfacher ist.
Würdest du neuen Interessenten raten, am Nachwuchsförderprogramm teilzunehmen?
Charmaine: Auf jeden Fall! Man wird sensibilisiert für Probleme, bekommt aber auch das Wissen, wie entsprechende Lösungen erarbeitet werden können. Dabei werden die unterschiedlichen und individuellen Herangehensweisen zum zielorientierten Arbeiten besonders hervorgehoben.
Welche Eigenschaft müssen neue Bewerber unbedingt mitbringen?
Johannes: Das kann man auf drei Schlagworte herunterbrechen: Spaß an der politischen Arbeit, Offenheit gegenüber neuen Kontakten und die Bereitschaft über zwei Jahre verteilt ein wenig Freizeit zu opfern.
Was war deine tollste Erfahrung?
Charmaine: Bei der Vielfalt von interessanten und spannenden Erfahrungen im Nachwuchsförderprogramm ist es schwer die Tollste hervorzuheben. Der 65. Geburtstag der CDU am 20.10.2012 mit den ehemaligen Ministerpräsidenten Dr. Helmut Kohl und Dr. Bernhard Vogel war sicherlich ein Highlight.
Privat war in den zwei Jahren des Nachwuchsförderprogramms mein eigener Nachwuchs natürlich das i-Tüpfelchen. Für die tolle Unterstützung und fantastische Zusammenarbeit im Rahmen des Nachwuchsförderprogramms bedanke ich mich ganz herzlich bei meiner Mentorin und Landtagsabgeordneten Christine Schneider.
Johannes: Ich werde mich vermutlich noch lange an unsere Rhetorikseminare erinnern. Prof.Dr. Schumann ist einer der faszinierendsten Dozenten, die ich jemals erlebt habe, weil er es schafft, eine Gruppe so für seine Thematik zu begeistern, dass wirklich jeder mitarbeitet und Spaß an der Sache hat.
Würdest du wieder am Nachwuchsförderprogramm teilnehmen?
Johannes: Ich würde wieder teilnehmen. Wenngleich man hier und da zeitlich oder organisatorisch etwas in die Enge geriet, so überwiegen doch deutlich die schönen Erfahrungen und das neu Gelernte.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei euch Beiden für die zwei Jahre doch intensive Arbeit und wünschen euch auf eurem weiteren politischen und privaten Lebensweg alles erdenklich Gute! Die Teilnehmer aus dem Programm 2014/2015 Benjamin Burckschat, Annweiler und Anna Lischke, Herxheim, werden wir euch in den nächsten Wochen ausführlich vorstellen. (sc/red)
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