Sonntag, 20. Oktober 2019

Merkel will nicht mehr für CDU-Vorsitz kandidieren

29. Oktober 2018 | 6 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Angela Merkel
Foto: dts Nachrichtenagentur

Bundeskanzlerin Angela Merkel will als Konsequenz aus dem Abwärtstrend der CDU  beim Parteitag im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren.

Das kündigte sie offiziell auf einer Pressekonferenz am Montagnachmittag an. Kanzlerin will sie bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 bleiben. Merkel ist seit April 2000 Bundesvorsitzende der CDU.

Merz zu Kandidatur für CDU-Vorsitz bereit

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz ist laut eines Berichts der „Bild“ offenbar dazu bereit, auf dem CDU-Parteitag im Dezember für den Parteivorsitz zu kandidieren. Merz wolle sich der Verantwortung stellen, wenn die Partei das möchte, schreibt die Zeitung am Montag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf das Umfeld von Merz.

Merz war von 2000 bis 2002 Vorsitzender der Unionsfraktion. Er musste den Fraktionsvorsitz aufgeben, nachdem Merkel nach der Bundestagswahl 2002 den Fraktionsvorsitz für sich selbst beansprucht hatte.

Aber auch CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer gilt als mögliche Kandidatin für den Parteivorsitz. Auch Gesundheitsminister Jens Spahn kandidiert für CDU-Parteivorsitz.

Nahles: CDU ist Merkel zu großem Dank verpflichtet

SPD-Chefin Andrea Nahles hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nach deren angekündigtem Rückzug als Parteichefin gelobt.

Die CDU sei Merkel zu großem Dank verpflichtet, sagte Nahles am Montagnachmittag in Berlin. „Angela Merkel hat die CDU 18 Jahre lang als Parteivorsitzende angeführt und ihre Partei 18 Jahre lang geprägt.“ Das sei eine „außerordentliche Leistung“.

Lindner fordert Ende der Kanzlerschaft von Merkel

FDP-Chef Christian Lindner findet, Merkel legt „das falsche Amt ab“. Er forderte, sie solle ihre Kanzlerschaft beenden. Lindner sprach von einem „Siechtum“ der Großen Koalition“.

„Es ist für die CDU vielleicht gut, eine neue Chefin zu bekommen. Für Deutschland wäre gut, das Land hätte eine neue Spitze an der Regierung“, sagte Lindner. Deutschland habe einen neuen Aufbruch verdient und die FDP sei immer bereit, Verantwortung zu übernehmen.

„Ich fordere die Union auf, für einen wirklichen Neuanfang in Deutschland bereit zu sein“, sagte der FDP-Chef. „Ein Teilrückzug auf Raten von Frau Merkel hilft weder der Union, noch der Regierung, noch dem Land.“

AfD-Chef Meuthen: „Gute Nachricht“

Es sei naheliegend, „dass Angela Merkel auch ihre Kanzlerschaft in Kürze abgibt“, sagte auch AfD-Chef Jörg Meuthen am Montag in Berlin. Der Verzicht Merkels auf den CDU-Vorsitz sei aber eine „gute Nachricht“.

Bartsch: Hängepartie beenden

Dietmar Bartsch‏ (Die Linke), twitterte: „ Nachdem Gerhard Schröder am 6. Februar 2004 bekannt gab, den SPD-Parteivorsitz abzugeben, war er noch 21 Monate Bundeskanzler. Eine so lange Hängepartie sollte Merkel unserem Land ersparen.“

(red/dts Nachrichtenagentur/aktualisiert)

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6 Kommentare auf "Merkel will nicht mehr für CDU-Vorsitz kandidieren"

  1. Hans-Jürgen Höpfner sagt:

    Scheibchenweise Rücktritt?

    Merkel muss GANZ weg!

  2. Danny G. sagt:

    Ich mach mir gerade vormittags ein Fläschchen Sekt auf !
    Eventuell hat Frau Kurz, wenn sie sagt: „Merkel muss weg !“ schon ein ganz kleines Bisschen recht…
    Wenn diese (…) Frau weg ist, werden ihre Marionetten, die sie jahrelang geschützt haben, fallen wie die Kegel beim Bowling …

    • Danny G. sagt:

      Frau Merkel ist 64 Jahre alt. Sie wurde 1954 geboren. Wenn sie in einem Arbeitsverhältinis stehen würde, könnte sie direkt Rente mit vollen Bezügen beantragen. Für mich ist eine 64 jährige eine Frau, die nicht mehr jung ist.

  3. Kalender sagt:

    Ich beantrage, den Nationalfeiertag vom 3. Oktober auf den heutigen Tag zu verlegen.

  4. GGGGGGKKKKKEEEE sagt:

    Merkel ist erst weg, wenn sie weg ist. Der Rücktritt von Parteivorsitz ist ein Schachzug, der diesen Zeitpunkt weiter hinauszögern soll.

    Im übrigen gehört diese Frau nicht in Rente, sondern vor Gericht. (…)

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