Sonntag, 17. November 2019

Merkel will auch ohne CDU-Vorsitz Kanzlerin bleiben

29. Oktober 2018 | 5 Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Politik

Angela Merkel bei der Pressekonferenz am 29.10.2018.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Angela Merkel will beim CDU-Parteitag im Dezember nicht mehr als Parteivorsitzende kandidieren, aber dennoch Kanzlerin bleiben.

Bundespolitisch könne man nach der Wahl in Hessen und der Landtagswahl in Bayern nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sagte sie am Montagmittag in Berlin. „Auf dem nächsten Bundesparteitag der CDU im Dezember in Hamburg werde ich nicht wieder für das Amt der Vorsitzenden der CDU Deutschlands kandidieren.“

Letzte Amtszeit

Ihre vierte Amtszeit als Bundeskanzlerin werde zudem ihre letzte sein. „Bei der Bundestagswahl 2021 werde ich nicht wieder als Kanzlerkandidatin der Union antreten und auch nicht mehr für den Deutschen Bundestag kandidieren.“

Auch weitere politische Ämter wolle sie nicht anstreben, so Merkel, aber:  „Für den Rest der Legislaturperiode bin ich bereit, weiter als Bundeskanzlerin zu arbeiten.“ Auch wenn sie damit in einem „ganz erheblichen Maße“ von ihrer tiefen Überzeugung abweiche, dass Parteivorsitz und Kanzleramt in einer Hand sein sollten, sei sie nach „Abwägung aller Vor- und Nachteile“ zu dem Ergebnis gekommen, dass es vertretbar sei, dieses Wagnis einzugehen. 

Merkel bestätigt Kandidatur von AKK und Spahn für Parteivorsitz

Merkel hat auch bestätigt, dass CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn beim CDU-Parteitag im Dezember für den CDU-Parteivorsitz kandidieren wollen.

„Ich empfinde das als eine Öffnung, als eine Phase von Möglichkeit, in der sich die Partei auch selbst vergewissern kann“, sagte Merkel. Nachfolgediskussion wolle sie aber nicht selbst beeinflussen. Deswegen werde sie keine Empfehlung für Spahn oder Kramp-Karrenbauer abgeben, so Merkel.

Neben Kramp-Karrenbauer und Spahn gilt auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz als möglicher Nachfolger Merkels.

(dts Nachrichtenagentur)

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5 Kommentare auf "Merkel will auch ohne CDU-Vorsitz Kanzlerin bleiben"

  1. Odradek sagt:

    Vielleicht sollte sie eine neue Karriere im der Baubranche als Abrissbirne machen. Immerhin kann sie hier spektakuläre Erfolge vorweisen.

    • eliza doolittle sagt:

      @ Odradek

      genauso spannend wie die frage der anschlussverwendung (oder exil, z.b. in paraguay, AM ist immer noch als referenz auf einem parag. immob.portal angegeben) werden die nachfolgenden diadochenkämpfe sein.

      … im vergangenen Oktober (2017) hielt Professor Sauer seine Abschiedsvorlesung an der Humboldt-Uni. Er ist aber weiter als sogenannter Senior Researcher wissenschaftlich tätig ……. nachdem er 2013 Ehrendoktor des University College in London wurde, zudem ist er *Gastprofessor in Berkeley/USA. *

      aus: Sächsische Zeitung, 30.06.2018 Neue Ehre für Merkels Mann

      * da gibt es sicher sicher auch ein warmes plätzchen am kamin für die eheliebste.

  2. Giftzwockel sagt:

    „Auch weitere politische Ämter wolle sie nicht anstreben, so Merkel, aber: „Für den Rest der Legislaturperiode bin ich bereit, weiter als Bundeskanzlerin zu arbeiten.“ Auch wenn sie damit in einem „ganz erheblichen Maße“ von ihrer tiefen Überzeugung abweiche, dass Parteivorsitz und Kanzleramt in einer Hand sein sollten, sei sie nach „Abwägung aller Vor- und Nachteile“ zu dem Ergebnis gekommen, dass es vertretbar sei, dieses Wagnis einzugehen.“

    Nur noch DDR-Platituden! Niemänd hoat die Obsischt einer Mauer zu boauen….

    • eliza doolittle sagt:

      @ giftzwockel
      DDR-Plattitüden; das hat sie ja von der pike auf gelernt !

      es fehlt nur noch dass die muddi aller schutzsuchenden uns den mielke macht:
      youtube 13.11.1989: Erich Mielke- ‚…Ich liebe doch alle…‘
      Als Reaktion auf einen Zuruf, zur Geschäftsordnung zu kommen äußert er „Das ist doch eine formale Frage. Ich liebe, ich liebe doch alle, alle Menschen…“

      na ja, so ähnlich klang es ja heute schon, ntv:
      Sie habe 18 Jahre mit Leidenschaft und Hingabe den Parteivorsitz innegehabt, und sei dankbar, dass sie auch schon 13 Jahre als Kanzlerin Deutschland dienen konnte.

  3. qanon sagt:

    Arbeit (*) ist Leistung mal Zeit. Die gute Dame hat seit 2005 keinerlei Leistung im Zeitraum der letzten 13 Jahre erbracht. Also auch keine Arbeit für das deutsche Volk erledigt. Alles was Merkel gemacht hatte war gegen Deutsche Interessen bzw. gegen die Interessen der Bürger und der Volkswirtschaft dieses Landes

    Was die Definition von Arbeit ist sollte die promovierte Physikerin eigentlich Wissen oder haben wir es hier mit einem weiteren Fall von Erschleichung voN Doktortitln zu tun?

    „Auch weitere politische Ämter wolle sie nicht anstreben, so Merkel, aber: „Für den Rest der Legislaturperiode bin ich bereit, weiter als Bundeskanzlerin zu arbeiten(*).“

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