
Minister Lewentz, OB Schlimmer, Bürgermeister Hirsch und Vertreter des ZSPNV bei der offiziellen Einweihung des neuen Bahnhaltepunktes Landau-Süd.
Fotos: Ahme
Landau. Landau hat einen neuen Bahnhaltepunkt: Gestern wurde von Minister Roger Lewentz, dem Stadtvorstand und Vertretern des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz-Süd der Bahnhaltepunkt Landau-Süd offiziell eingeweiht. Danach fuhr man zum Hauptbahnhof, wo der Minister eine Ansprache hielt. Später wurde die neugestaltete Fußgängerzone in der Gerber-und Kronstraße offiziell eingeweiht.
Der neue Haltepunkt am südlichen Ende der Landauer Kernstadt und unmittelbar neben dem Vinzentius-Krankenhaus an der Weißenburgerstraße gelegen, ist der dritte neue Zugangspunkt zur Schiene an der Strecke Pirmasens – Landau, der in den letzten Jahren eingerichtet worden ist (Hauenstein-Mitte, Annweiler-Sarnstall und Landau Süd).
Der Bahnhaltepunkt ist ein bedeutendes Projekt zur Verbesserung der Infrastruktur. Die Südstadt soll mit dem neuen Bahnhaltepunkt an Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort gewinnen. Synergieeffekte sehen die Verantwortlichen auch für die Landesgartenschau 2015, für die Studenten und die Bewohner des Wohnparks am Ebenberg.
„Etwa 5500 Bürger der Südstadt werden vom neuen Haltepunkt profitieren“, erklärt OB Schlimmer. Rosenstöcke und über 3000 Stauden werden das Umfeld zusätzlich visuell beleben.
„Mit der Inbetriebnahme der neuen Verkehrsstation Landau Süd, wird die Stadt Landau noch besser an die Schiene angeschlossen und die Queichtalbahn weiter aufgewertet“, erklärt Dr. Winfried Hirschberger, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd und ergänzte, auch mit Blick auf die Landesgartenschau im Jahr 2015: „Mit der neuen Station im Süden von Landau sorgen Stadt, Zweckverband und Land für noch mehr umweltverträgliche Mobilität auf der Schiene. Das Umsteigen in die Bahn wird noch einfacher“.
Kernpunkt des Stationsneubaus ist ein barrierefreier Zugang zu den modernen Zügen der DB Regio. Deshalb wurde der 120 Meter lange Bahn-steig mit einer Kantenhöhe von 55 cm über Schienenoberkante errichtet.
Somit ist ein ebenerdiger Ein- und Ausstieg bei nahezu allen Zügen möglich. Wie Hirschberger und Andreas Schilling seitens des Zweckverbandes erklären, verfügt der neue Haltepunkt über ein taktiles Leitsystem für Blinde und Sehbehinderte, ein Fahrgastinformationssystem, eine Beleuchtung sowie einen modernen Wetterschutz. Darüber hinaus bestehen überdachte Fahrradabstellmöglichkeiten.
Die Gesamtkosten zur Realisierung betragen 709.000 Euro, wovon das Land Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Entflechtungsgesetzes 496.000 Euro übernimmt, der Anteil der Stadt Landau beträgt 213.000 Euro. Die „rekordverdächtige“ Bauzeit (Minister Lewentz) betrug etwa drei Monate.
Montags bis freitags halten 38 Züge an der neuen Station. Die Fahrzeit beispielsweise bis Annweiler beträgt nur 15 Minuten, der Landauer Haupt-bahnhof als Umsteigestation in Richtung Karlsruhe und Neustadt/W wird nach maximal drei Minuten Fahrt erreicht.
Einweihung der neu gestalteten Fußgängerzone Gerber/Kronstraße
„Die Attraktivität der Einkaufsstadt Landau zu erhalten, ist ein zentraler Punkt der Stadtentwicklung Landaus“, so OB Schlimmer. Gemeinsam mit Minister Lewentz spazierte der OB nach der offiziellen Einweihung des Bahnhaltepunktes Süd durch die Landauer Innenstadt, besuchte einige Geschäfte, wie zum Beispiel Optik Prüfe (siehe Bildergalerie). Vor der Buchhandlung Thalia wurde von Ferdinand Schupp (AKU Landau), Bürgermeister Hirsch, OB Schlimmer und Minister Lewentz eine neue Sitzbank enthüllt (siehe Bildergalerie).
Das Land hatte die Sanierung der Fußgängerzone in der Gerber-und Kronstraße großzügig unterstützt. Von Ende April bis Mitte November dauerten die Bauarbeiten des 250 Meter langen Fußgängerteilstückes, das von der Marktstraße bis zur Königstraße und von der Bachgasse bis zur Kugelgartenstraße reicht.
Das Pflaster besteht aus Granitplatten aus Portugal, es gibt eine neue Beleuchtung, Papierkörbe, Bänke. Finanziert wurde das 1,35 Millionen-Projekt durch wiederkehrende Beiträge, durch Mittel der Städtebauförderung sowie durch die Stadt Landau selbst. (Bildergalerien beziehen sich auf Bahnhaltepunkt und Fußgängerzone). (desa/red)
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Die Züge sollten auf der Strecke Landau-Pirmasens besser mal ein bisschen länger fahren. Dass um 20:41 der letzte Zug in Richtung PS fährt ist eine Frechheit