Montag, 14. Oktober 2019

Neuer Landauer Busbahnhof eingeweiht: Wichtig als Nahverkehrs-Drehscheibe

18. April 2013 | 3 Kommentare | Kategorie: Landau, Regional

Hier wird der Busbahnhof offiziell eingeweiht. Fotos: Ahme

 

Landau.  Mit der Modernisierung des Zentralen Omnibusbahnhofs ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Neugestaltung des Bahnhofes Landau und seines gesamten Umfeldes fertig gestellt worden.

„Der Landauer Hauptbahnhof ist eine Drehscheibe des öffentlichen Personennahverkehrs und wird mit seinem gesamten Umfeld einschließlich des neuen Omnibusbahnhofs zu einer hervorragenden Visitenkarte der Landesgartenschaustadt Landau“, zeigte sich Infrastrukturminister Roger Lewentz heute bei der Einweihung des Omnibusbahnhofs überzeugt.

„Man hat sich ja für den Bahnhof geschämt, der den Charme eines DDR-Bahnhofes aus den 70er Jahren versprüht hat“, so der Landauer Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer, der neben Lewentz auch Staatsminister Schweizer, Landrätin Riedmaier, die Landtagsabgeordneten Schneider und Schwarz und den Kuseler Landrat Dr. Winfried Hirschberger begrüßen konnte.

Im Jahr 2009 wurde mit der Modernisierung für eine barrierefreie Bahnsteiganlage inklusive Aufzügen begonnen, die vor kurzem abgeschlossen werden konnte. Eine Park- und Ride-Anlage soll im Mai fertig gestellt werden. Der Umbau des Bahnhofsvorplatzes  und des Parkplatzes für Kurzzeitparker wird in Kürze starten. Minister Lewentz verwies zudem auf die aktuelle Zuwendung des Landes in Höhe von 324.000 Euro für den Ausbau der Maximilianstraße,  die am Bahnhof vorbei führt.

„Die Aufzählung der einzelnen kostenintensiven und teilweise auch baulich anspruchsvollen Projekte  macht deutlich, dass moderner öffentlicher Nahverkehr mehr ist als nur ein Bahnhof, an dem Züge ankommen und abfahren“, betonte Lewentz. Täglich  8600 Reisende nutzen den Bahnhof und damit rund ein Drittel mehr als vor zehn Jahren.  Der Busbahnhof wird von 17 Buslinien angefahren und täglich von rund 3500 Fahrgästen genutzt.

„Dies alles auf Vordermann zu bringen hat seinen Preis“, so der Minister. Seit 2009 seien mehr als zehn Millionen Euro investiert worden,  wobei das Land insgesamt 4,1 Millionen Euro an Zuwendungen bewilligt habe. Davon entfielen allein 1,9 Millionen auf den Busbahnhof. Für die darüber hinausgehende Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes veranschlage die Stadt  Kosten von 1,9 Millionen Euro, die das Land über die Stadtumbaumaßnahme „Östliche Innenstadt“ im Rahmen der Städtebauförderung unterstützen wolle.

„Damit die Bahn als echte Alternative zum Auto gesehen wird, ist ein leistungsfähiger und attraktiver ÖPNV notwendig“, unterstrich Lewentz. Deshalb seien Maßnahmen wie in Landau bedeutsam, um ein modernes, umweltfreundliches Angebot zu schaffen. So könnten nicht zuletzt Gäste der Landesgartenschau 2014 per Bahn nach Landau gelockt werden.

Landrätin Theresia Riedmaier erinnerte an das Landau der 90er Jahre. „Es gab schöne Gebäude, die nicht genutzt wurden, einen Busbahnhof, der seinen Namen nicht verdient hat, Schlaglöcher auf den Straßen – alles ist jetzt anders“. Nirgends mehr als bei diesem Busbahnhof würde deutlicher, was Kooperation zwischen Stadt und Kreis bedeute. Landau sei als Eingangstor zur Südlichen Weinstraße zu verstehen. Nachdem der Schienenverkehr ausgebaut worden war, sei eine Neuordnung des Busverkehrs unumgänglich gewesen.

Volkhard Malik, der Geschäftsführer der VRN GmbH sagte: „Wir müssen über den Tellerrand des ÖPNV schauen. Es gibt einen Wertewandel in der Gesellschaft. Und der, der kein Auto fährt, ist noch lange kein Kunde des ÖPNV, sondern weicht auf Carsharing oder das Fahrrad aus“, so Malik. Man müsse die Zeichen der Zeit erkennen, die Qualität des ÖPNV im VRN-Gebiet stärken und den VRN zu einem umfassenden Mobilitätsdienstleister weiter entwickeln.

Fakten:
Grundlage: Ideenworkshop 2008 zur Modernisierung des Bahnhofsumfeldes
Bauzeit: 1 Jahr
Aufgabe: Zentraler Verknüpfungspunkt vieler Buslinien mit kurzen Umsteigezeiten und kurzen Wegen
Kern des ZOB: Bussteig mit 8 Bushaltestellen für 6 Standard – und 2 Gelenkbusse.
Ausrüstung: Bussteige mit taktilen Leitelementen und Busbordsteinen für Busse mit Niederflurtechnik, elektronisches Fahrgastinfosystem mit Sprachausgabe für Sehbehinderte, 300 neue Fahrradboxen.

Der neue Busbahnhof nimmt am Samstag, 20. April seinen Betrieb auf. (desa)

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3 Kommentare auf "Neuer Landauer Busbahnhof eingeweiht: Wichtig als Nahverkehrs-Drehscheibe"

  1. Elpaula sagt:

    Wäre vielleicht von Vorteil,wenn Fahrgäste wüssten an welchem Steig ihr Bus abfährt.
    Bis heute wurde kein Plan veröffentlicht.

    • Redaktion sagt:

      Wir werden da mal nachhaken. Redaktion Pfalz-Express

    • Redaktion sagt:

      Die Presseabteilung der Stadt Landau schrieb dazu Folgendes:

      „Seit dem 17.04.2013 sind Pläne mit den Bussteigbelegungen am Busbahnhof angebracht.
      Vielleicht wurden diese von Ihrem Leser übersehen.“

      Ich hoffe, wir konnten Ihnen weiterhelfen
      Gruß, die PEX-Redaktion

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