Donnerstag, 14. November 2019

Lachen-Speyerdorf verneigt sich vor der „absoluten Königin“

Alisa Bottwein ist neue Weinprinzessin

21. Oktober 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer

Die neue Weinprinzessin vertritt den Lachen-Speyerdorfer Wein. Links Ortsvorsteher Claus Schick, rechts die Pfälzische Weinkönigin Anna Maria Löffler.
Foto: Carsten Hofsäß

Lachen-Speyerdorf. In Lachen-Speyerdorf kam es am Samstag zu einem historischen Krönungsabend: Alisa Bottwein wurde von der pfälzischen Weinkönigin Anna Maria Löffler zur 60. Lachen-Speyerdorfer Weinprinzessin und damit zur Nachfolgerin Natascha Kochs gekrönt und darf nun mit neuer Krone das Weindorf und seine Weine ein Jahr lang gemeinsam mit dem Froschkönigspärchen repräsentieren.

Sie ist die erste Hoheit, die drei Kronen des Ortsteils trug. Die 19-jährige, deren Lieblingswein der Muskateller ist, absolviert an der Fachschule für Sozialpädagogik in Karlsruhe eine Ausbildung zur Erzieherin, die sie 2021 abschließt. Sie trifft sich gerne mit Freunden und liebt das Tanzen und den Karneval. Seit 2006 ist sie Mitglied beim Karnevalclub KC Rot-Weiss Lachen-Speyerdorf und tanzt in der Prinzengarde; außerdem trainiert sie die Kindergarde.

Dass sie ausgewählt wurde, sei nicht nur wegen ihres mit dem Wein verbundenen Nachnamens folgerichtig; bereits der ehemalige Ortsvorsteher Jürgen Brunner habe gesagt, dass sie mit spätestens 20 Weinprinzessin werde. Fünf Jahre lang trug sie die Krone der Weinprinzessin, unter anderem mit fünf für ihre Cousine Stefanie Kirsch, am Krönungsabend auf einem Kissen zur Bühne und war vor zehn Jahren Froschkönigin.

An ihrem 18. Geburtstag vor zwei Jahren wurde sie zur zweiten Fastnachtsprinzessin gekrönt. „Für mich ist damit ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, ich freue mich riesig, die Lachen-Speyerdorfer Winzer repräsentieren zu dürfen.“ Außerdem freue sie sich, in die „Wochenendfamilie“ der Weinhoheiten aufgenommen zu werden und viele Erfahrungen zu sammeln sowie neue Freundschaften zu schließen.

Im Unterschied zur Fastnachtsprinzessin gebe es nun ganzjährig Termine, worauf sie sich auch freue. Dabei komme ihr ihre Bühnenerfahrung sicher entgegen. Sie sei den ganzen Tag nicht angespannt gewesen, als sie sich dann aber im Nebenraum vorbereitete und es „ernst“ wurde, sei aber die Spannung gestiegen.

Ihr Amt nimmt sie dabei mit einer neuen, von Christian Stachel in Landau geschmiedeten, Krone wahr, da die alte, erstmals 1961/62 von Elfriede Schneider getragen, beim Tragen unbequem gewesen sei. Deshalb wurde – auch auf Betreiben Natascha Kochs, eine neue, moderne, dem Zeitgeist angepasste Krone geschaffen, die aus vergoldetem Silber geschmiedet wurde und das Lachen-Speyerdorfer Wappen trägt.

Ihre Vorgängerin Natascha blickte mit einer Diashow auf ihre Amtszeit und ein „wunderschönes Jahr“ mit vielen lustigen Momenten und schönen Terminen im Kreise ihrer Wochenendfamilie zurück.

Sie habe viele neuen Leute kennengelernt und viel über den Wein gelernt. Es sei zwar Wehmut beim Abschied von der Krone dabei, aber auch viel Dankbarkeit. Besonders die Krönung des Froschkönigspärchens, das sie ins Herz geschlossen habe, habe ihr Spaß gemacht, der Fallschirmsprung sei jedoch am schönsten gewesen: „Als würde ich fliegen.“ Ihrer Nachfolgerin wünschte sie viel Spaß und Erfolg; sie sei immer für sie da.

Die pfälzische Weinkönigin Anna Marie Löffler freute sich über die Einladung: „Lachen-Speyerdorf ist für mich ja gerade „um die Ecke.“ Das ist meine erste Krönung, die ich allein vornehme, und ein ganz tolles Event. Der Abend und die ganze Veranstaltung sind mit so viel Liebe gestaltet worden, das ist super.“

Natascha habe sie bei Wine & Jazz in Haßloch kennen- und schätzengelernt, da freue sie sich, auch ihre Nachfolgerin krönen zu dürfen. „Sie wird das bestimmt auch großartig machen.“
Ausgerichtet wurde der Krönungsabend vom Gesangverein 1857 Lachen, der – wie die Notenhüpfer – für die musikalische Begleitung des Abends sorgte.

Da Chorleiter Bernd Camin ausfiel, übernahm Hans-Jürgen Hoffmann kurzfristig die Leitung des Chors für diesen Abend. Er dirigierte außerdem – anlässlich des 60. Jubiläums – einen Chor ehemaliger Weinprinzessinnen, die innerhalb von nur zehn Tagen in drei Proben einige Lieder einstudiert hatten.

Für gute Laune sorgte zweimal die aus dem Karneval bekannte „Kättl Feierdaach“ (Jutta Hinderberger), die mit Anekdoten aus ihrem Leben den Saal mehrfach zum Lachen brachte. (carsten hofsäß)

Hansjürgen Hoffmann hatte mit früheren Weinprinzessinnen einige Lieder einstudiert.
Foto: Carsten Hofsäß

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