Lachen-Speyerdorf. Nach 16 Jahren ist es geschafft: Die Verträge für die Verlegung des Sportplatzes in Lachen-Speyerdorf und die Entwicklung eines Wohngebiets auf dem alten Gelände sind unterschrieben.
„Ich freue mich riesig, dass wir dieses Projekt nun auf den Weg gebracht haben“, sagte Oberbürgermeister Hans Georg Löffler. Der Notartermin habe sechs Stunden gedauert, nun sei es geschafft.
Das Projekt sei eine wichtige Entwicklung für den Ort und bedeute neben einer nagelneuen Sportanlage auch die Schließung der Baulücke zwischen Lachen und Speyerdorf sowie das Zusammenwachsen der Infrastruktur, betonte Löffler. Es würden zudem rund 30 Millionen Euro an Baumaßnahmen ausgelöst, verbunden mit einer Wertschöpfung von 1:15 sowie entsprechend höheren Steuereinnahmen.
Käufer und Projektentwickler ist die Firma Gerst Massivbau. „Es war ein hartes Stück Arbeit, das Vertragswerk umfasst immerhin 140 Seiten“, so Geschäftsführer Ralf Uhl. „Aber wir haben die Geduld nicht verloren und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.“
Für den TuS-Vorsitzenden Tobias Weisenburger „war die Verlegung immer alternativlos gewesen“. Auch er sei mit dem Ergebnis hochzufrieden. Heinz Mangold vom TC Blau-Weiß sagte, man sei gerne auf den „Verlegungszug“ aufgesprungen, vor allem auch deshalb, weil man Angst um den Spielbetrieb hatte, wenn an den Tennisplätzen ein Wohngebiet entsteht.
Die Umsetzung von Vereinsheim, Sportplätzen und die Erschließung der Sportanlagen folgt den Anforderungen beider Vereine. Die alten Anlagen waren teilweise bereits sehr in die Jahre gekommen. Außerdem erhalten sie eine hohe Planungssicherheit für eine 50-jährige Nutzung.
Die nächsten Schritte sehen nun wie folgt aus: Gearbeitet wird an der Erstellung eines Bebauungsplanentwurfs für das Wohngebiet „Am Jahnplatz“. Parallel dazu gibt es eine erste Erschließungsplanung, außerdem werden die erforderlich Gutachten verfasst. Das Verfahren ist sehr umfangreich, aber man habe bereits Vorarbeit geleistet und hoffe, dass in einem Jahr ein rechtskräftiger Beschluss vorliegt, so Uhl. Ebenfalls parallel entstehen die Bauantragsunterlagen für den Sportpark.
Baubeginn des Parks soll dann 2018 sein. Zunächst wird das gesamte Gelände aufgefüllt, dem folgen artenschutzrechtliche Maßnahmen und der Bau von Vereinsheim und Sportplätzen. Der Umzug ist vor Beginn der Tennissaison 2019 geplant. Direkt im Anschluss wird die alte Sportanlage abgerissen und die Erschließungsanlagen für das Wohngebiet erstellt. Dort sollen Ein-, Reihen- und Mehrfamilienhäuser entstehen. Auch sozialer Wohnungsbau sei im Gespräch, so Löffler. (stadt-nw)

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