Schaidt – Seit vielen Jahren beschäftigt das Thema Kulturhalle die Diskussionen in Schaidt.
Im Jahr 2012 kam der Schaidter Ortsbeirat zur Erkenntnis, dass die Kulturhalle im Sportzentrum neu gebaut werden solle. Dazu gab es einen einstimmigen Beschluss. Bei einer Vorstellungsrunde des Gesamtkonzepts im Januar 2014 in Schaidt mit allen Fraktionsvorsitzenden des Stadtrats und des Ortsbeirats wurde die Auffassung des Schaidter Ortsbeirats bestätigt. Nach Austausch aller Argumente kam man zum gemeinsamen Ergebnis, es komme nur ein Neubau im vorgeschlagenen Sportzentrum in Frage.
Sämtliche Funktionen könnten dann auch ebenerdig und behindertengerecht untergebracht werden. „Das erleichtert den Nutzern den Betrieb z.B. für das Aufstellen und Abbauen von Tischen und Stühlen und senkt laufende Kosten, da z.B. keine Aufzüge für den Transport von Personen, Geräten, Speisen und Getränken erforderlich sind“, so Dr. Dennis Nitsche, Vorsitzender des SPD-Stadtverbands Wörth.
Probleme mit Lärmemissionen für die umgebende Wohnbebauung wie im Ortskern seien nicht zu erwarten.
Eine im Auftrag der Stadtverwaltung erstellte Machbarkeitsstudie vom Mai 2013 bestätigt, dass ein Neubau im Sportzentrum wirtschaftlicher ist als am jetzigen Standort. Ebenfalls wurde mit der Machbarkeitsstudie klar, dass die aus dem Jahr 2000 stammenden Umbaupläne für die alte Kulturhalle nicht mehr verwendbar sind.
„Es ist deshalb – nachdem alle Varianten und Standorte hinreichend untersucht wurden – an der Zeit, das Projekt anzugehen und nicht bis im Spätjahr zu warten. Für weitere Verzögerungen besteht in der Bevölkerung auch aufgrund der zu Recht auferlegten eingeschränkten Nutzung der alten Kulturhalle kein Verständnis,“ so Nitsche.
Damit sei die zuletzt vom Ortsbeirat am 15. Januar 2014 einstimmig gefasste Empfehlung für einen Neubau im Sportzentrum nun zügig anzugehen. Es mache keinen Sinn, alte untaugliche Pläne am alten Standort weiter zu verfolgen, kritisiert der SPD-Vorsitzende.
„Hier sollte man sich ein Sprichwort der Dakota – Indianer zu Eigen machen: ´Wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab´. Zudem hat der Ortsbeirat bei seiner Entscheidung immer großen Wert auf eine kostengünstige und nachhaltige Lösung gelegt. Er wollte deutlich unter den veranschlagten fünf Millionen bleiben, was bei einem Neubau auch der Fall ist. Außerdem muss der Ortsbeirat von Beginn an in die Planungen mit einbezogen werden.“ (red)

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