
Fotos: lk/is
Speyer – Zu der „Fridays for future“-Kundgebung (FFF) kamen nach Schätzung der Polizei bis zu 1.000 Teilnehmer.
Nachdem sich der Aufzug in der Bahnhofstraße aufgestellt hatte, führte der weitere Weg der Klimastreiker über die Bahnhofstraße in die Maximilianstraße und endete gegen 13 Uhr am „Königsplatz“ mit einer Abschlusskundgebung.
Kirchengeläut zu mahnendem Zeitpunkt: Fünf vor zwölf
Mit Gottesdiensten, Glockenläuten, Demonstrationen und Aktionen (insgesamt an mehr als 30 Orten in der Pfalz und im Saarpfalzkreis) zeigt sich am Beispiel Speyer, wie viele Menschen ein Zeichen für mehr Umwelt- und Klimaschutz gesetzt haben. Auch viele Gemeinden und kirchliche Einrichtungen beteiligen sich aktiv an den Klimaprotesten.
„Die Erde gehört uns nicht. Wir gehören ihr.“ Das betonten Pastoralreferent Steffen Glombitza, Pfarrerin Christine Gölzer und Pfarrer Uwe Weinerth bei einer ökumenischen Andacht im Speyerer Dom.

Rund 200 Menschen versammelten sich mit Kirchenpräsident Christian Schad und Generalvikar Andreas Sturm und beteten für die Bewahrung der Schöpfung. „Wir Menschen sind nicht selbst das Netz des Lebens, sondern nur ein Faden darin.“
Es sei höchste Zeit, für die Zukunft der Erde und das Lebensrecht der nachwachsenden Generationen entschlossen einzustehen. „Wir müssen uns der Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen entschlossen entgegenstellen.“ Symbolisch läuteten die Glocken des Doms um fünf vor zwölf.

Demos auf dem Königsplatz
Bei der „Fridays for future“-Kundgebung auf dem Speyerer Königsplatz schlossen sich Christen und Angehörige aller Generationen dem Protest der Jugendlichen an. Sie forderten die Politik auf, den Empfehlungen der Wissenschaft zu folgen und die Maßnahmen zum Beispiel zur nachhaltigen Energiegewinnung und gegen eine weitere Abholzung der Wälder zu verstärken.
„Es darf nicht sein, dass Politik und Wirtschaft kurzfristige Profite über das Wohlergehen der nächsten Generationen stellen“, bezogen sie klar Position und riefen zum sofortigen Handeln auf. „Das Zeitfenster zum Gegensteuern schließt sich.“

Mit Transparenten und in Sprechchören verschafften sie ihren Botschaften Nachdruck. Sie appellierten an alle Bürger und gesellschaftlichen Gruppierungen, sich dem Kampf für eine lebenswerte Zukunft anzuschließen. „Die Klimaprobleme können wir nicht als Einzelne lösen, sondern nur indem wir uns zusammentun.“
Die Schüler der „Fridays for future“-Bewegung hatten Erwachsene diesmal ausdrücklich eingeladen, sich an ihre Seite zu stellen und für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit und die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zu demonstrieren.
Auch das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz hatten zur Beteiligung an den Klimaprotesten aufgerufen. In Berlin tagt heute das deutsche Klimakabinett und am 23. September der UN-Klimagipfel in New York. (lk/is/red)





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Nanu, wo sind denn die Kommentare hin?
Hallo Peter,
wir haben keine gelöscht – vermutlich gab es gar keine unter diesem Artikel?
Beste Grüße,
die Red.
Merkwürdig. Ich könnte schwören dass ich … egal.