Freitag, 18. Juni 2021

Keine größeren Kampfmittelfunde auf Gelände der früheren SÜWEGA-Halle in Landau

Bis Ende des Monats sollen knapp 100 zusätzliche Parkplätze entstehen

12. Mai 2021 | Kategorie: Landau

Was man im Landauer Boden nicht so alles findet: Eine Kampfmittelfachfirma hat jetzt den Boden unter der abgerissenen SÜWEGA-Halle untersucht.
Quelle: Stadt Landau

Landau. Glück gehabt: Auf dem Alten Meßplatz in Landau ist bei den jüngsten Sondierungsarbeiten durch eine Kampfmittelfachfirma kein größerer Fund am früheren Standort der SÜWEGA-Halle gemacht worden.

Am Ende gruben die Fachleute aber doch fünf Nebelgranaten, sieben Granatenhülsen, eine Wurfgranate, drei Granatenhalter, einen Motorradtank sowie Töpfe, Eisenstangen und Fundamentreste aus.

Die Kampfmittel wurden vom Kampfmittelräumdienst abtransportiert; die Arbeiten zur Herstellung von zusätzlichen Parkplätzen können nun wieder ihren gewohnten Gang gehen.

Zuvor waren bei der Routine-Kampfmittelsondierung mit Hilfe einer sogenannten Magneto-Messung Auffälligkeiten im Boden entdeckt worden. Am Mittwoch, 12. Mai, legte die vom städtischen Gebäudemanagement (GML) beauftragte Fachfirma diese Anomalien mit einem Spezial-Bagger vorsichtig frei.

„Bombenfunde haben in Landau u.a. zur Verschiebung der Landesgartenschau geführt“, erinnert OB Thomas Hirsch. „Damals haben wir eine umfangreiche Untersuchung für das gesamte Stadtgebiet in Auftrag gegeben, sodass wir heute ziemlich genau wissen, wo in Landau mit Kampfmitteln im Boden zu rechnen ist.

Wird auf Verdachtsflächen gebaut, egal, ob durch uns oder durch private Bauherren, muss das Grundstück zunächst sondiert, also nach Kampfmitteln durchsucht, werden. Die vielen Funde heute, auch wenn es nur kleinere und kleine waren, haben wieder einmal gezeigt, was noch alles im Landauer Boden schlummert“, so der Stadtchef.

„Die SÜWEGA-Halle beschäftigt uns bis zum Schluss“, scherzt GML-Werkleiter Michael Götz, der den Abriss der maroden Halle und die Herstellung von Parkplätzen an gleicher Stelle federführend betreut.

„Die Auffälligkeiten bei der Kampfmittelsondierung haben uns nicht nur Nerven, sondern auch etwas Zeit gekostet. Nach Pfingsten werden wir aber mit dem Schottern der Fläche beginnen, sodass die Parkplätze voraussichtlich Ende Mai fertig sein werden.“

Insgesamt entstehen 57 neue Parkplätze; 30 bis 35 weitere sollen durch den Wegfall des alten Radwegs am Alten Meßplatz noch hinzukommen. „Macht in Summe knapp 100 zusätzliche innenstadtnahe Parkplätze“ fasst GML- und Verkehrsdezernent Lukas Hartmann zusammen.

Und diese sind für die Mobilität in der Stadt von großer Bedeutung: „Wir tun viel, um das Radfahren und das Zu-Fuß-Gehen in unserer Stadt sicherer, attraktiver und komfortabler zu machen. Aber gerade Menschen aus den umliegenden Dörfern sind und bleiben weiter auf das Auto angewiesen und benötigen Parkplätze an gut erreichbaren, zentralen Orten“, so Hartmann.

Die Landauer Süwegahalle war ein beliebter Veranstaltungsort.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

 

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