Karlsruhe/Knielingen/Kreis Germersheim – Ein während der Nachtstunden auf der Südtangente bei Knielingen umgekippter Gefahrgutanhänger hat die Autofahrer am Montagmorgen im Berufsverkehr ganz erheblich auf die Geduldsprobe gestellt.
Ein mit Heizöl beladener Lastzug aus dem Raum Aalen war gegen 0.50 Uhr in Richtung Osten unterwegs gewesen, als der Fahrer im Baustellenbereich verkehrsbedingt bremsen musste.
Offenbar weil sich nur noch in der hinteren der drei Tankkammern Ladung befand, geriet der Hänger ins Schlingern, schaukelte sich auf und kippte schließlich auf die linke Seite. Zwar trat kein Gefahrgut aus, doch blockierte der Hänger die Fahrstreifen, so dass der Verkehr in Richtung Osten voll gesperrt und von der Polizei über Knielingen umgeleitet werden musste.
Bevor das schwere Fahrzeug wieder aufgerichtet werden konnte, musste der aus rund 8.000 Litern Heizöl bestehende Tankinhalt in ein eigens aus Ludwigshafen angefordertes Spezialfahrzeug der BASF umgepumpt werden.
Nachdem dies gelungen war, konnte der Hänger mit einem Kranwagen aufgerichtet und abgeschleppt werden. Da Umweltschäden nicht zu befürchten waren, konnte die Strecke danach gegen 9.10 Uhr wieder vollständig freigegeben werden.
In der Folge löste sich der Stau aus Richtung Osten, der zeitweise bis über das Schwarzwaldkreuz hinausgereicht hatte, recht zügig auf. Auf der Westseite vollzog sich dieser Prozess dagegen nur zögerlich, da sich die Fahrzeuge auf der A 65 bis Kandel sowie auf der Bundesstraße 9 bis Neupotz/Rheinzabern zurückgestaut hatten.
Bei dem Unfall, bei dem ein Sachschaden von etwa war ein 45.000 Euro entstanden ist, waren die Berufsfeuerwehr Karlsruhe, Angehörige der MIRO-Feuerwehr wie auch die Spezialkräfte aus Ludwigshafen im Einsatz. (red/pol)

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Das ist doch schon fast Sabotage, wenn es über 8 Stunden dauert einen Tankanhänger zu bergen.
Und dass in unmittelbarer Nähe der MiRO kein geeignetes Fahrzeug verfügbar ist, das einen Tanklaster abpumpen kann, klingt auch nicht gut. Die verladen 1600 LKW am Tag, ~60% der Produktion, und haben kein passendes Werkzeug da, wenn was passiert? Neulich ist denen auch plötzlich aufgefallen, dass sie nur eine Zufahrt haben; mussten dann halt etliche „Anlieger“ stundenlang auf der B10 parken.
Die Region träumt von Industrie 4.0 aber Verkehr 1.0 klappt nichtmal, selbst wenn schon Stunden im Voraus bekannt ist, dass etwas voll gesperrt ist. Hauptsache immer tiefer in die Sackgasse.