
Stadtbürgermeister Michael Gaudier (li.), Erster Beigeordneter Volker Merkel.
Foto: Pfalz-Express
Kandel – Stadtbürgermeister Michael Gaudier (CDU) und der Erste Beigeordnete Volker Merkel haben dem Pfalz-Express erzählt, woran sie gerade in der Stadt arbeiten. Von Projekten zum Bauhof über die Umgestaltung der Innenstadt bis hin zu Windkraft und Energieversorgung ist wieder einiges in Bewegung.
Besonders zufrieden zeigen sich die Verantwortlichen mit dem schnellen Verlauf der Haushaltsgenehmigung. Der Haushalt wurde am 23. Dezember bei der Kreisverwaltung eingereicht und bereits am 12. Februar 2026 genehmigt. „So schnell haben wir noch nie eine Haushaltsgenehmigung bekommen“, berichtete Merkel. Gerade einmal sechs Wochen habe das Verfahren gedauert.
Die Planungen seien zuvor sorgfältig aufgestellt und betriebswirtschaftlich fundiert worden. Entsprechend gab es bei der Genehmigung nur geringe Abweichungen. Alle wichtigen Projekte, die die Stadt vorgesehen hatte, konnten umgesetzt beziehungsweise eingeplant werden.
Bauhof: Stadt setzt auf Bestandimmobilie
Beim Thema Bauhof zeichnet sich inzwischen eine klare Lösung ab. Statt eines kompletten Neubaus setzt die Stadt nun auf den Kauf einer Bestandsimmobilie in der Lauterburger Straße, die derzeit leer steht.
Nach Berechnungen der Stadt wäre diese Variante deutlich wirtschaftlicher. Selbst wenn Umbauten und Sanierungsarbeiten notwendig werden, wären die Kosten nur etwa halb so hoch wie bei einem Neubau. Der ursprünglich geplante Neubau ist nach aktuellem Stand damit vom Tisch.
Die Stadt bemüht sich, den Kauf möglichst schnell abzuwickeln, damit anschließend Planung und Umbau beginnen können. Aber auch hier gebe es bürokratische Hürden, die Zeit und Geld kosteten. Derzeit ist eine Machbarkeitsstudie in Arbeit.
Schandfleck soll endlich umgestaltet werden
Ein weiteres Projekt ist das Areal in der Innenstadt, das in Kandel seit Jahren als „Schandfleck“ oder „Dreckeck“ bekannt ist. Die Stadt hat dort rund 250 Quadratmeter Fläche erworben. Der Kauf wurde über das Förderprogramm „Aktive Stadt“ unterstützt, die notariellen Formalitäten sind bereits erledigt.
Geplant ist eine Neugestaltung des Bereichs, für die derzeit Kosten von rund 150.000 Euro veranschlagt werden. Das Verfahren zieht sich allerdings länger hin als ursprünglich erhofft, da bürokratische Vorgaben zu beachten sind. Unter anderem muss ein vorgegebener Stadtplaner eingebunden werden, verschiedene Planungsschritte sind mit Behörden, etwa der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ADD, abzustimmen. Auch ein Grünflächenbüro ist beteiligt, außerdem muss die Fläche noch einmal offiziell vermessen werden.
Nach Angaben von Gaudier und Merkel arbeitet die Stadt weiter an der Umsetzung und macht bei den zuständigen Stellen Druck, damit die notwendigen Genehmigungen möglichst bald vorliegen. „Wir wollen das Thema jetzt endlich voranbringen“, so Gaudier.
Begrünung der Innenstadt
Für die Innenstadt liegt inzwischen ein Förderbescheid für die Begrünung vor. Geplant ist, unter anderem klimafeste Bäume an verschiedenen Stellen zu pflanzen. Die Stadtspitze betont, dass das Projekt zügig umgesetzt werden muss, da der Förderbescheid im Oktober verfällt, wenn bis dahin keine Maßnahmen ergriffen werden.
Die Verantwortlichen arbeiten eng mit dem Planer zusammen und geben dabei praktische Hinweise, wo die Bäume gepflanzt werden sollen. „Wir kennen uns ja schließlich hier in Kandel am besten aus“, so Gaudier und Merkel. Vorgesehene Standorte sind Teile des Plätzels sowie der Bereich am Saubrunnen. Auch der Vorplatz des Bahnhofs wird als mögliche Fläche geprüft.
Energieversorgung und Windparks
Die Stadt packt auch das Thema Energieversorgung aktiv an. Der bestehende Windpark in Minfeld soll repowert werden. In Höfen und Erlenbach sollen neue Windkraftwerke entstehen. Dabei wird geprüft, wie die Energie effizient genutzt und gespeichert werden kann, um die Versorgung nachhaltig zu sichern.
Städtepartnerschaft mit Whitworth
Ein besonderes Ereignis wirft seine Schatten voraus: Kandel feiert in diesem Jahr Jubiläum mit seinen Städtepartnerschaften Whitworth in Großbritannien (60 Jahre) und Reichshoffen in Frankreich (65 Jahre).
Geplant ist unter anderem eine Feier in der Bienwaldhalle im September, bei der die Bürger der Stadt gemeinsam das Jubiläum begehen können. Man danke dem Verein „Grenzüberschreitende Freundschaften“ für die Organisation und Ausrichtung des Festakts, hieß es. (cli)

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