
Brücke zwischen Mannheim und Ludwigshafen.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Ludwigshafen – In Ludwigshafen ist Grundwasser teilweise radioaktiv belastet. Das geht aus einem im August 2018 erstellten Gutachten hervor, das die Landesbehörde Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) herausgab.
Demnach seien radioaktive „Einträge in das Grundwasser eingetreten“. Zuletzt wurden bis zu 140 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser gemessen. Das ist das 14-Fache des Grenzwerts für Trinkwasser. Die SGD Süd teilt dazu mit, die Urankonzentration im Grundwasser sei „erhöht“ und deshalb sei „eine Nutzung des Grundwassers in diesem Bereich untersagt“. „Eine Gefährdung für Mensch und Tier ist daher ausgeschlossen“, so die Behörde.
Der Radioökologe Clemens Walther von der Leibniz Universität Hannover bekräftigt dies mit einem Vergleich: Wenn man das ganze Jahr über Wasser mit der gemessenen Kontamination trinken würde, würde man etwa so viel Strahlung abbekommen wie bei einem Acht-Stunden-Flug.
Altlasten von Chemiefabrik
Ursache sind Altlasten im Stadtteil Rheingönheim. Auf dem Gelände eines Einkaufscenters befand sich früher eine Chemiefabrik für Uranfarben. Den Aufsichtsbehörden zufolge wurden sie „nach 1960“ abgebrochen, die Reste wurden auf dem ehemaligen Fabrikgelände verteilt. Bis heute finden sich dort Uranaltlasten, die Schadstoffe Blei und Arsen sowie krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
2016 eröffnete die INWO-Bau GmbH auf der Industriebrache ein Einkaufscenter. INWO-Bau ist auch der Investor des neuen Einkaufszentrums in Germersheim. Vor dessen Bau hatte der Investor auf dem Boden gemäß dem behördlichen Sanierungsplan eine Radonschutzfolie verlegt. Zur Überwachung der Altlasten wurden Radonmessgeräte aufgestellt. Im einem Supermarkt wurde kurzzeitig mehr als das Achtfache des Richtwerts für das strahlende Edelgas gemessen.
Professor Walther: „Die Exposition durch Radon ist auf alle Fälle als wesentlich wichtiger zu betrachten als eine Kontamination des Grundwassers.“ (dts Nachrichtenagentur/red)

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Aus dem Artikel ist nicht zu entnehmen, was das nun heißt.
Auch wenn Messungen durchgeführt werden, wird auch etwas dagegen unternommen, da der GRENZWERT um das 14fache überschritten ist?
Es spielt doch keine Rolle,ob dies nun für Mensch und Umwelt keine Gefahr bedeutet. Wenn ein Grenzwert dauerhaft überschritten wird, der gesetzlich festgelegt ist, sollte schnellstmöglich etwas unternommen werden.
Es bleibt die Frage ob es nur bei dem 14fachen Wert bleibt…
Dann ist äußerst fragwürdig, dass erst jetzt die Information auf die Öffentlichkeit kommt, der Bericht ist von August 2018.